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Textilindustrie: 1,6 Prozent mehr Lohn

150 Euro Corona-Zulage für alle ArbeitnehmerInnen der Branche
Die Sozialpartner der Textilindustrie einigten sich trotz außergewöhnlicher Rahmenbedingungen und tragen so zur Kontinuität in der Kollektivvertragspolitik bei. Der Abschluss ist ausgewogen und soll zur Einkommenssicherung und dem Kaufkrafterhalt beitragen, sowie den Fortbestand der Arbeitsplätze und Unternehmen in Corona-Zeiten sichern. Weiters sieht er eine Einmalzahlung für den besonderen Einsatz und die Belastung während der Covid-19-Pandemie vor. (Für diese Zulage soll die Steuer- und Sozialversicherungsbefreiung aufgrund der Corona-Gesetzgebung gelten.)
 
Seit der ergebnislosen Beendigung der 3. KV-Verhandlungsrunde vom 26. Mai 2020 wurden die Beschäftigten und Betriebsratskörperschaften in den Unternehmen über den letzten Verhandlungsstand informiert. Die Rückmeldungen waren eindeutig und bestärkten das Verhandlungsteam der Arbeitnehmerseite in seinen Positionen.
 
In den letzten Tagen übermittelte die Arbeitgeberseite ein nachgebessertes Angebot. Die Eckpunkte davon wurden heute von den beiden Verhandlungsteams der Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp in einer Videokonferenz diskutiert und einstimmig angenommen.
 
 
Die Eckpunkte des Verhandlungsergebnisses
 
Lohnrechtliche Verbesserungen:
 
  • 1,6 Prozent IST- und KV-Löhne/Gehälter per 1.06.2020
  • 150 Euro einmalige „Corona-Zulage“ für Alle für den besonderen Einsatz und die Belastung während der Covid-19-Pandemie. Auszahlung bis spätestens 30. September 2020
  • 1,6 Prozent Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen per 1.06.2020
  • 1,6 Prozent Aufwandsentschädigungen
  • Der neue KV-Mindestlohn beträgt 1.524,00 Euro.
 
Rahmenrecht:
 
  • Im Rahmenrecht wurden heuer keine inhaltlichen Änderungen vorgenommen.
 
Geltungstermin: 1. April 2020
Laufzeit: 12 Monate
 

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