Um dir bestmögliches Service zu bieten, speichert proge.at Informationen über deinen Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber findest Du in der Datenschutzerklärung.
www.proge.at

BetriebsrätInnen sehen mehr!

Gib im roten Feld rechts oben deinen Usernamen und das von dir gewählte Passwort ein und klicke auf "GO".

Wenn du noch nicht registriert bist, kannst du die Erstanmeldung auf unserer Website selbst durchführen - Jetzt registrieren.

Metallgewerbe: +3,3 Prozent

Durchschnittlich +7,1 Prozent für Lehrlinge; Mehr Überstundenzuschläge und zusätzliche Pause an langen Arbeitstagen

Bei den Kollektivvertragsverhandlungen für die mehr als 110.000 ArbeiterInnen und die rund 17.000 Lehrlinge des Metallgewerbes konnte die PRO-GE in der zweiten Verhandlungsrunde einen erfolgreichen Abschluss erzielen. Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne werden ebenso wie die Ist-Löhne ab 1. Jänner um 3,3 Prozent erhöht, die Lehrlingsentschädigungen steigen um durchschnittlich über sieben Prozent. "Damit ist auch im Metallgewerbe ein Abschluss gelungen, der die gute Wirtschaftslage widerspiegelt und entsprechend kräftige Steigerung der realen Einkommen bringt", zieht PRO-GE Verhandlungsleiter Rainer Wimmer Bilanz.

Mehr Zuschläge für Überstunden

Neben den Lohnerhöhungen stand aufgrund des von der Regierung beschlossenen neuen 12-Stunden-Tages auch im Metallgewerbe die Arbeitszeit im Mittelpunkt der Verhandlungen. Für lange Arbeitstage über 10 Stunden wurde eine zusätzliche Pause von 10 Minuten vereinbart. Ab der dritten Überstunde eines Arbeitstages wird bis 19 Uhr künftig ein 75-prozentiger Zuschlag ausbezahlt (ab 19 Uhr gilt wie bisher ein 100-prozentiger Zuschlag). Die Nachtarbeitszulage wird in vier Jahresetappen von jeweils rund sieben Prozent auf 2,53 Euro angehoben.

Auch bei der Arbeitszeit konnte man ein neues Modell etablieren, das mittels Betriebsvereinbarung umgesetzt werden kann. Innerhalb eines Durchrechnungszeitraums von acht Wochen kann die tägliche Normalarbeitszeit auf zehn Stunden ausgedehnt werden, wenn die durchschnittliche wöchentliche Normalarbeitszeit innerhalb dieses Zeitraums 36 Stunden nicht überschreitet. Die Normalarbeitszeit darf in einzelnen Wochen 50 Stunden nicht überschreiten. Bei einem Durchrechnungszeitraum von 13 Wochen kann die tägliche Normalarbeitszeit auf zehn Stunden ausgedehnt werden, wenn die durchschnittliche wöchentliche Normalarbeitszeit innerhalb dieses Zeitraums 36 Stunden nicht überschreitet. Die Normalarbeitszeit darf dabei in einzelnen Wochen 48 Stunden nicht überschreiten.

Das Ergebnis im Überblick:

  • KV-Mindestlöhne +3,3 Prozent
  • Ist-Löhne +3,3 Prozent
  • Neuer Mindestlohn 1.882,69 Euro
  • Lehrlingsentschädigungen 675/850/1.120/1.490 Euro (durchschnittliche Erhöhung 7,1 Prozent)
  • Zulagen und Aufwandsentschädigungen +3,3 Prozent
  • Jährlich + 7,0 Prozent mehr für Nachtarbeit bis 2021
  • 10 Minuten bezahlte Pause nach der 10. Arbeitsstunde
  • Anhebung der Zuschläge bei der dritten und den folgenden Überstunden vor 19 Uhr und nach der 50. Arbeitsstunde auf 75 Prozent
  • Geltungstermin: 1. Jänner 2019
  • Laufzeit: 12 Monate

Der Geltungsbereich des Kollektivvertrags betrifft viele verschiedene Berufsgruppen: Unter anderem Elektrotechnik, Metalltechnik, Mechatronik und Kfz-Mechanik sowie die Gruppe der Installateure.

Das könnte Sie auch interessieren

18.02.2019

Gartenbaubetriebe Kärnten

Abschluss 2019: Löhne steigen im Schnitt um 2,6 Prozent.
18.02.2019

Landwirtschaftlichen Gutsbetriebe OÖ

Abschluss 2019 mit Geltungsbeginn 1. März.
24.01.2019

Mineralöl-Industrie: Plus 3,4 Prozent

Höhere Löhne, Zuschläge für Überstunden und Verbesserungen im Rahmenrecht
17.01.2019

Positive Bilanz: Löhne und Gehälter legten deutlich stärker zu als Inflationsrate

Pensionserhöhung geringer als die meisten Kollektivvertragsabschlüsse
15.01.2019

KV-Abschluss Österreichische Bundesforste

2,6 Prozent mehr Lohn plus 100 Euro Einmalzahlung
14.01.2019

Schuhmacher- und Orthopädieschuhmachergewerbe

Weiterer Schritt Richtung 1.500 Euro Mindestlohn
11.01.2019

Winzergenossenschaften Niederösterreich

2,7 Prozent Lohnerhöhung, neuer Mindestlohn 1.732 Euro
08.01.2019

Neue Ausgabe der "Glück auf!" jetzt online lesen

Schwerpunktthema Krankenkassen: Die Regierung blutet unsere Gesundheitsversorgung aus.
18.12.2018

KV-Abschluss Arbeitskräfteüberlassung

KV-Löhne steigen um durchschnittlich 3,07 Prozent, Anrechnung von Bildungskarenzen für dienstzeitabhängige Ansprüche
30.11.2018

Obst-, Gemüseveredelungs- und Tiefkühlindustrie: + 3 %

Zusätzliche Regelungen für die 11. und 12. Arbeitsstunde

Artikel weiterempfehlen

Newsletterauswahl

PRO-GE Newsletter

Geschlecht
Geschlecht:
Name