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Gewerkschaften fordern 3,2 Prozent für Großbrauereien

Arbeitgeber nicht verhandlungsbereit

Am 21. Oktober findet die dritte Verhandlungsrunde für den Kollektivvertrag der Brauindustrie statt. In den ersten beiden Verhandlungsrunden kam es zu keinen Fortschritten, da die Arbeitgeber der Großbrauereien (Produktionsvolumen über 360.000 hl/Jahr) kein Angebot für eine Lohn- und Gehaltserhöhung vorgelegt haben. „Die Gewerkschaften fordern dieses Jahr ein Lohn- und Gehaltsplus von 3,2 Prozent. Die Krise ist weitgehend überwunden, die rund 3.500 ArbeitnehmerInnen der Brauindustrie haben sich daher einen fairen Abschluss verdient“, sagen die Verhandler der ArbeitnehmerInnenseite, Anton Hiden (Gewerkschaft PRO-GE) und Bernhard Hirnschrodt (Gewerkschaft GPA). 
 
Produktion konstant, wirtschaftlicher Ausblick besser
 
Im letzten Jahr wurde – bedingt durch die Corona-Pandemie – nur die Inflationsrate abgegolten. Der konstant bleibende Bierkonsum im privaten Bereich und vor allem die Wiedereröffnung der Gastronomie hat nun zu einem deutlich verbesserten wirtschaftlichen Ausblick für die Brauindustrie geführt. Darüber hinaus sei auch seit Beginn der Corona-Pandemie die Produktion nahezu unvermindert weitergelaufen, der Schwerpunkt habe sich lediglich auf die Flaschenabfüllung verlagert. „Trotz allem torpediert die Arbeitgeberseite die Verhandlungen und zeigt keinen Respekt vor der Leistung der ArbeitnehmerInnen“, so Hiden und Hirnschrodt, die auch darauf hinweisen, dass weitere gewerkschaftliche Maßnahmen ergriffen werden, sollte es auch in dieser Runde zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis kommen. „Gerade im anrollenden Weihnachtsgeschäft wäre es schade, wenn die Bierproduktion ins Stocken geraten würde“, betonen die Gewerkschafter.

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