Um dir bestmögliches Service zu bieten, speichert proge.at Informationen über deinen Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber findest Du in der Datenschutzerklärung.
www.proge.at

Wirtschaftsaufschwung rechtfertigt ordentliche Lohnerhöhungen

Gewerkschaften PRO-GE und GPA erwarten harte Herbstlohnrunde
Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA sehen durch die aktuelle Prognose des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) den starken Aufschwung in der heimischen Industrie bestätigt. Die vom Fachverband Metalltechnische Industrie (FMTI) gerne vor Lohnrunden herbeibeschworenen schwarzen Wolken am Wirtschaftshimmel sind nirgends zu sehen. Im Gegenteil: Die Zuversicht auf ordentliche Lohn- und Gehaltserhöhungen in der kommenden Herbstlohnrunde wird von Tag zu Tag größer.
 
"Die Erholung hat voll eingesetzt und ist stabil. Das Auftragsvolumen steigt und die Produktion wächst. Alles in allem sehr gute Voraussetzungen für einen ordentlichen Reallohnzuwachs für die ArbeitnehmerInnen bei den kommenden Kollektivvertragsverhandlungen", sagen die beiden Chefverhandler bei den Kollektivvertragsverhandlungen für die  Metallindustrie, Rainer Wimmer (Gewerkschaft PRO-GE)  und Karl Dürtscher (Gewerkschaft GPA).
 
Arbeitgeber bremsen
 
Dass sich die Wirtschaft erholt, das geht auch aus den rückläufigen Zahlen bei der Kurzarbeit hervor. Aktuell sind in der gesamten Metallindustrie weniger als 100 Betriebe noch in Kurzarbeit, ein Teil davon aber aufgrund von Lieferschwierigkeiten und nicht wegen einer Auftragsflaute. Trotz des rasanten Aufschwungs gehen Wimmer und Dürtscher aber von harten Lohn- und Gehaltsverhandlungen aus, da die Arbeitgeberseite sich bereits Ende Mai auf einen „wettbewerbsverträglichen Abschluss“ eingeschworen hat. Eine reine Abgeltung der Inflation sei sicher kein Ziel bei den Verhandlungen, erteilen die beiden Gewerkschaften Forderungen nach Lohn- und Gehaltszurückhaltung eine klare Absage. 
 
Lohnstückkosten sinken
 
"Die starke wirtschaftliche Entwicklung muss auch bei den ArbeitnehmerInnen ankommen, die diesen Aufschwung durch ihren Fleiß möglich machen. Der heimische Industriestandort ist durch faire Lohn- und Gehaltserhöhungen sicher nicht gefährdet", so die beiden Gewerkschafter. So werden im Bereich der Warenherstellung für 2021 sinkende Lohnstückkosten von 6,3 Prozent prognostiziert, der Vorsprung gegenüber dem wichtigsten Handelspartner Deutschland bleibt erhalten. Das habe das Wifo heute klar bestätigt. "Das heißt im Klartext, wir kämpfen ab September unter dem Motto ‚Ein Danke wird nicht reichen‘ für ein deutliches Mehr im Geldbörsel der ArbeitnehmerInnen", betonen Wimmer und Dürtscher. 
 
Mehr zum Thema
 
 

Das könnte Sie auch interessieren

26.07.2021

Mühlengewerbe: Lohnerhöhung von 2,4 Prozent im Durchschnitt

Neuer Mindestlohn: 1.640 Euro
23.07.2021

KV-Abschluss Mischfuttergewerbe

Ab 1. August 2,36 Prozent mehr Lohn im Durchschnitt
13.07.2021

Fleischwirtschaft: KV-Löhne werden im Durchschnitt um 1,9 Prozent erhöht

Übereinkommen zu mehr Fairness gegenüber LeiharbeiterInnen
30.06.2021

Bekleidungsindustrie und industrielle Wäschereien

1,71 Prozent mehr Lohn ab 1. Juli, Lehrlingseinkommen +2,01 Prozent
24.06.2021

Abschluss Stickereiwirtschaft Vorarlberg 2021

1,8 Prozent Lohnerhöhung im Durchschnitt ab 1. Juni
17.06.2021

Schutzmaßnahmen für europäische Stahlindustrie verlängern!

Ministerin Schramböck gefordert – Zehntausende Arbeitsplätze in der EU in Gefahr
21.06.2019

KV-Abschluss Glasindustrie in erster Runde

Neuer Mindestlohn in der verarbeitenden und bearbeitenden Glasindustrie 1.652,11 Euro.

Artikel weiterempfehlen

Newsletterauswahl

PRO-GE Newsletter

Geschlecht
Geschlecht:
Name

Mit dem Absenden dieses Formulars stimme ich der Verarbeitung meiner eingegebenen personenbezogenen Daten gemäß den Datenschutzbestimmungen zu.