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Gute Löhne für gute Arbeit, weil ein Danke nicht reicht!

Wirtschaftliche Absicherung von Frauen umsetzen für ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben
„Der alljährliche Equal-Pay-Day macht deutlich, dass die wirtschaftliche Gleichstellung von Frauen in Österreich noch immer sehr zu wünschen übriglässt“, kritisiert die Bundesfrauenvorsitzende der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE), Klaudia Frieben, die noch immer hohen und inakzeptablen Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern. „Frauenpolitik muss zum Ziel haben, die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen sicherzustellen. Eine Unabhängigkeit, die notwendig ist, um Frauen ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben in allen Lebenslagen zu gewährleisten“, so Klaudia Frieben. 
 
Gute KV-Politik sichert höhere Fraueneinkommen
 
Den Gewerkschaften komme dabei eine sehr hohe Verantwortung zu, sind es doch sie, die in den Kollektivvertragsverhandlungen gute Löhne erkämpfen. „Die Gewerkschaft PRO-GE setzt sich schon seit Jahren mit verantwortungsvoller Kollektivvertragspolitik dafür ein, dass sich besonders die Einkommen in jenen Lohnkategorien erhöhen, in denen viele Frauen beschäftigt sind. Am Zug ist aber auch die Politik, die gewährleisten muss, dass vor allem Frauen die Möglichkeit zur Berufstätigkeit haben, um eigenständig für ihre soziale und wirtschaftliche Unabhängigkeit zu sorgen“, sagt Frieben. 
 
Frauen während Corona besonders gefordert
 
Gerade die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig die Arbeit von Frauen ist. Sie haben die Gesellschaft sowohl mit bezahlter als auch unbezahlter Arbeit aufrechterhalten. Produktionsarbeiterinnen, die Waren des täglichen Gebrauchs erzeugen, waren hier besonders gefordert. „Trotz hohem gesundheitlichen Risiko waren sie es, die dafür gesorgt haben, dass die Versorgung mit Waren gewährleistet war und die ihre Berufstätigkeit mit den großflächigen Schließungen der öffentlichen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen vereinbaren mussten. Dafür müssen sie nun entschädigt werden, mit guten Lohnerhöhungen und der Wertschätzung ihrer Arbeit. Ein Danke reicht dafür nicht, weil ein Danke keine Miete, keine Lebensmittel und keine Energie bezahlt“, so Frieben abschließend.   
 

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