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Lehrlinge haben sich mehr als PR-Gags verdient

Novelle des Berufsausbildungsgesetzes wird nicht zu erhöhter Attraktivität der Lehre führen

„Ob der Lehrling eine Lehrlingsentschädigung oder ein Lehrlingsentgelt erhält, ist aus unserer Sicht nicht entscheidend. Entscheidend ist, welcher Betrag aufs Konto überwiesen wird“, so der PRO-GE Jugendvorsitzende Josef Rehberger zur Novelle des Berufsausbildungsgesetzes. Rehberger zweifelt daran, dass nun die Attraktivität der Lehre steigen werde: „Dazu hätten wir ganz andere Maßnahmen gebraucht, wie zum Beispiel eine Mindest-Lehrlingsentschädigung von 850 Euro im ersten Lehrjahr“.

Zur Flexi-Lehre merkt der PRO-GE Jugendvorsitzende an, dass bisher kein Wort darüber verloren wurde, wie diese Teilzeit-Lehre mit dem Besuch der Berufsschule zu vereinbaren sei. „Was ist mit jenen Lehrlingen, die gezwungen sind, die Berufsschule geblockt und eventuell in einem anderen Bundesland zu absolvieren? Wie soll das eine junge Mutter schaffen?“, so Rehberger. Er fordert die Regierung auf, hier noch Klarstellungen zu treffen, denn wenn man ernsthafte Verbesserungen wolle, brauche man mehr als Überschriften und PR-Gags.

Ebenso werde zu wenig dafür getan, die Qualität der Lehrausbildung in den Betrieben zu heben. Rehberger erneuert daher die Forderung nach einem Ausbildungsfonds (Fachkräftemilliarde), in den Unternehmen einzahlen, die nicht ausbilden, obwohl sie die Möglichkeit dazu hätten. Förderungen würden dann jene Unternehmen erhalten, die eine hoch qualitative Ausbildung anbieten. Darüber hinaus könnte man so auch die Finanzierung der überbetrieblichen Ausbildung sicherstellen. 

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