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Abbau des Leihpersonals in Steyr ist Revancheaktion des MAN-Konzerns

Management will Drohkulisse für kommende Verhandlungen aufbauen
Als „Revancheaktion für ein nicht genehmes Abstimmungsergebnis“ bezeichnet Michael Seemayer, Landessekretär der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) die gestern erfolgte Ankündigung des MAN-Konzerns, 125 LeiharbeiterInnen im Werk Steyr nicht mehr weiter zu beschäftigen. „Der Konzern will seine Macht demonstrieren und entledigt sich jener ArbeitnehmerInnen, bei denen es am einfachsten geht“, so Seemayer. Bei LeiharbeiterInnen muss nämlich keine betriebsbedingte Kündigung ausgesprochen werden, da sie an den Überlasserbetrieb zurückgestellt werden können.
 
Personalabbau wirtschaftlich nicht sinnvoll
 
Die Reduktion des Leiharbeitspersonals mache auch wirtschaftlich keinen Sinn, denn die Auftragsbücher für das Werk seien voll. Wolle man das Produktionsvolumen aufrechterhalten, müsse nun die Stammbelegschaft Sonderschichten einlegen. „Das zeigt, dass man auf dem Rücken der Leiharbeitskräfte eine Drohkulisse für die anstehenden Sozialplanverhandlungen aufbauen will. Die ArbeitnehmerInnen sollen unter Druck gesetzt werden, damit sie jedem Vorschlag zustimmen, der von der Konzernleitung vorgelegt wird“, betont Seemayer.
 
Kündigungsverzicht gültig
 
Abschließend erinnert Gewerkschafter Seemayer daran, dass erst gestern der Linzer Zivilrechtsexperte und Rektor der Johannes Kepler Universität (JKU), Meinhard Lukas, die Rechtsauffassung bestätigt hat, dass der Kündigungsverzicht durch den Konzern bis 2030 Gültigkeit habe.

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