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Investitionen in Ausbildung, statt Zuckerl für Unternehmen!

PRO-GE Jugend: Arbeitgeber-Beiträge zum Insolvenzentgeltfonds nicht kürzen, sondern für Ausbildungsfonds verwenden

"Anstatt sich zu überlegen, wie man Unternehmen und Konzernen nach der KÖST-Senkung das nächste Weihnachtsgeschenk machen kann, wäre die Bundesregierung besser beraten, die an die Ausbildungsqualität geknüpfte Lehrstellenförderung endlich umzusetzen", kritisiert Josef Rehberger, Bundesjugendvorsitzender der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) die Ankündigungen von Arbeitsminister Martin Kocher, den Arbeitgeber-Beitrag zum Insolvenzentgeltfonds zu halbieren. Stattdessen sollen die 125 Millionen Euro zur Gründung eines österreichweiten Ausbildungsfonds verwendet werden, fordert Rehberger. "Wer morgen Fachkräfte haben will, muss heute in Ausbildung investieren. Mit lieb gemeinten Kampagnen und Hochglanzbroschüren alleine wird man den Lehrlings- und Fachkräftemangel jedenfalls nicht beenden."

"Die Förderpolitik mit der Gießkanne an alle Ausbildungsbetriebe hat keine Auswirkung auf die Ausbildungsqualität. Das muss mit diesem neuen Fonds behoben werden", schlägt der PRO-GE Jugendvorsitzende ein Modell vor, bei dem alle Betriebe einen Beitrag einzahlen und die ausbildenden Betriebe eine an Qualitätskriterien gebundene Unterstützung ausbezahlt bekommen. "Solche Pläne sind auch im Regierungsprogramm enthalten", erinnert Rehberger, "nur für die Umsetzung hat die Regierung noch keinen Finger gerührt."

Martin Kocher sei ein Minister ohne Plan: Anstatt an Modellen zur Aufwertung der Lehre zu arbeiten, die Lehrstellenförderung fairer zu gestalten und Hebel zu setzen, um wirklich mehr Jugendliche von einer Lehre zu überzeugen, werde wieder einmal nur den Unternehmern ein Millionengeschenk zugeschoben, kritisiert Rehberger. "Minister zu sein heißt, Verantwortung für alle zeigen und nicht, für die eigene Klientel das Christkind zu spielen."

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