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Gemeinsam. Handeln. Für höhere Löhne.

Kampagne von industriAll Europe fordert Maßnahmen gegen die Explosion der Lebenshaltungskosten

Die PRO-GE unterstützt die Kampagne "Together. In Action. For Higher Wages", die von IndustriALL Europe gemeinsam mit dem Europäischen Gewerkschaftsbund Ende Oktober 2022 gestartet wurde, um höhere Löhne angesichts des Rekordanstiegs von Lebenshaltungskosten und Energiepreisen in allen europäischen Mitgliedsländern zu fordern. Im Oktober hat die Inflation in der Eurozone fast 11 Prozent erreicht, in unserem Nachbarland Tschechische Republik liegt die Inflation bei 15 Prozent, in Ungarn bei 18 Prozent.

In den meisten Ländern bleiben die Löhne hinter der Inflation zurück, was für Millionen von ArbeitnehmerInnen eine reale Lohnkürzung bedeutet. Nicht in allen Mitgliedsländern, vor allem in Mittel- und Osteuropa, gibt es Branchenkollektivverträge. Meist wird auf Unternehmensebene verhandelt, wodurch reale Lohnerhöhungen bei der vorherrschenden außerordentlichen Inflation noch einmal schwieriger zu erreichen sind. Nur in sieben von 27 Mitgliedsländern sind über 80 Prozent der ArbeitnehmerInnen von Kollektivverträgen erfasst.

Gleichzeitig verbuchen viele große Unternehmen Rekordgewinne. Trotzdem warnen ArbeitgeberInnen immer wieder davor, dass Lohnerhöhungen die Inflation in die Höhe treiben und fordern von den ArbeitnehmerInnen Zurückhaltung bei Lohnforderungen. Umgekehrt wird wenig Zurückhaltung geübt: Die europäischen Unternehmen haben 2022 ihre Ausschüttungen an die AktionärInnen im Vergleich zum Vorjahr um rund 29 Prozent erhöht.

Mehr als die Hälfte der europäischen ArbeitnehmerInnen weiß nicht mehr, wie sie ihren Lebensunterhalt weiter bestreiten kann. Diese Menschen brauchen jetzt Unterstützung. Neben Lohnsteigerungen, die Inflation, Preissteigerungen und Produktivitätsgewinne widerspiegeln, sind auch staatliche Maßnahmen nötig, um die Explosion der Lebenshaltungskosten einzudämmen.

Die europäischen Industriegewerkschaften fordern:

  1. Eine Lohnerhöhung, die einen angemessenen Lebensstandard garantiert
  2. Gerechte Steuern für Unternehmen und Wohlhabende
  3. Unterstützung für ArbeitnehmerInnen, die von der Explosion der Lebenshaltungskosten betroffen sind
  4. Finanzielle Unterstützung für Unternehmen, die mit Energiekosten zu kämpfen haben, mit Garantien für den Erhalt von Arbeitsplätzen und die Erhöhung von Löhnen
  5. Branchentarifverhandlungen, damit die ArbeitnehmerInnen bessere Löhne erzielen können

industriAll European Trade Union ist der Dachverband der europäischen Industriegewerkschaften und vertritt rund 7 Millionen Beschäftigte aus 230 europäischen Gewerkschaften.

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