Arbeitsklimaindex der AK Burgenland auf Rekordtief
PRO-GE Burgenland: Schlechtreden und Abwanderung gefährden den Standort – Mitbestimmung als Stabilitätsanker
Die heute von der Arbeiterkammer Burgenland präsentierten Zahlen zum Arbeitsklimaindex zeichnen ein besorgniserregendes Bild: Das Arbeitsklima in Industrie und Gewerbe ist von 96 Punkten im Vorjahr auf einen historischen Tiefststand von 88 Punkten abgestürzt. Für die PRO-GE Burgenland ist dies ein deutliches Warnsignal an die Arbeitgeber.
Zum Standort bekennen
Für PRO-GE Landesvorsitzenden Mathias Rehrl kommt diese Entwicklung nicht überraschend: „Die hohen Energiepreise, aber auch Personalabbau und Abwanderung zur Gewinnmaximierung zeigen ihre negative Wirkung auf die Beschäftigten. Da werden eingespielte Teams auseinandergerissen und Mitarbeiter verunsichert.“ Dies habe fatale Folgen für die Stimmung und letztlich auch für den wirtschaftlichen Erfolg der Betriebe. „Es ist Zeit, sich klar zum Industriestandort Burgenland zu bekennen, statt die Wettbewerbsfähigkeit durch kurzfristige Profitinteressen zu untergraben“, sagt Rehrl.
Industriestrategie umsetzen, Arbeitsplätze schützen
Trotz der aktuellen Krisen seien die burgenländischen Betriebe dank ihrer hochqualifizierten Belegschaften weiterhin erfolgreich. Um diesen Erfolg abzusichern, brauche es jedoch politische Taten statt Verunsicherung. „Wir müssen uns gemeinsam dafür einsetzen, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu stärken. Die Inhalte der Industriestrategie müssen rasch umgesetzt werden, um Arbeitsplätze zu schützen“, fordert der PRO-GE Landesvorsitzende.
Mitbestimmung sichert Arbeitsklima
PRO-GE Landesgeschäftsführer Andreas Horvath betont die menschliche Komponente in der Wirtschaft: „Unsichere Zeiten trüben die Stimmung. Doch motivierte und gut bezahlte Mitarbeiter sind der Motor jedes Unternehmens. Sie tragen maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg bei.“ Besonders deutlich werde der Unterschied beim Thema Mitbestimmung. „Wir sehen ganz klar: In Betrieben, in denen echte Mitbestimmung durch einen Betriebsrat gelebt wird, ist die Verunsicherung geringer. Ein starker Betriebsrat wirkt als Puffer in Krisenzeiten, sorgt für Transparenz und verbessert das Arbeitsklima nachhaltig. Wo die Belegschaft eine Stimme hat, ist die Identifikation mit dem Unternehmen höher, was in Zeiten des Fachkräftemangels ein entscheidender Wettbewerbsvorteil ist. Ehrlich gelebte Sozialpartnerschaft hat schlussendlich immer noch zum gemeinsamen Erfolg geführt.“