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Insolvenz-Entgelt-Fonds

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IV will Leistungen beschneiden statt Verantwortung übernehmen

Binder: „Frontalangriff auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“

Mit scharfer Kritik reagiert die PRO-GE auf die Presseaussendung der Industriellenvereinigung (IV) zum Insolvenz-Entgelt-Fonds (IEF). So fordert die IV erneut Einschränkungen bei den Leistungen des Fonds. „Die Industriellenvereinigung offenbart einmal mehr ihre wahre Prioritätensetzung: Wenn Unternehmen insolvent werden, sollen nicht die Verursacher ihren Beitrag leisten, sondern die Beschäftigten auf einen Teil ihrer Ansprüche verzichten. Das ist sozialpolitisch verantwortungslos und ein Frontalangriff auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die oft über Monate hinweg ihre Leistung erbracht haben und im Fall einer Insolvenz ohnehin die Leidtragenden sind“, sagt PRO-GE-Bundesvorsitzender Reinhold Binder.

„Niemand soll gearbeitet haben, ohne den ihm zustehenden Lohn zu erhalten.“
Reinhold Binder, Bundesvorsitzender der PRO-GE

Der Insolvenz-Entgelt-Fonds sei eine unverzichtbare Absicherung für Beschäftigte. Er stelle sicher, dass ausstehende Löhne, Gehälter und andere Ansprüche ausbezahlt werden, wenn Unternehmen zahlungsunfähig werden. Die PRO-GE fordert daher erneut eine nachhaltige Finanzierung des Fonds bzw. die Erhöhung des Arbeitgeberbeitrages wie es bereits gesetzlich vorgesehen sei. „Der Zweck des Insolvenz-Entgelt-Fonds ist es, Beschäftigte vor den Folgen unternehmerischen Scheiterns zu schützen. Diesen Schutz infrage zu stellen, ist der völlig falsche Weg“, sagt Binder und fordert gleichzeitig ein deutlich härteres Vorgehen gegen Unternehmen, die Lohnkosten durch missbräuchliche Insolvenzen auf die Allgemeinheit abwälzen.