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Mitte September 2026 trafen sich PRO-GE Pensionist:innen und PRO-GE Jugend, um zentrale gesellschaftliche Themen zu diskutieren.

Generationentreffen 2026

Gemeinsame Forderungen von Jung und Alt

Trotz unterschiedlicher Lebensphasen verbindet die Generationen mehr, als sie trennt. Das wurde auch beim 2. Generationentreffen der PRO-GE deutlich. Pensionist:innen und Jugend diskutierten Mitte September über die zentralen gesellschaftlichen Themen Gesundheit, Altersdiskriminierung, Pensionen und Wohnen.

Wie soll das Gesundheitssystem der Zukunft aussehen? Wie und wo wird Altersdiskriminierung erlebt? Wie lässt sich das Vertrauen in das Pensionssystem stärken und was braucht es für leistbares Wohnen? Mit diesen Fragen setzten sich die Teilnehmer:innen des zweiten Generationentreffens der PRO-GE am 15. September 2026 auseinander. Neben einer Podiumsdiskussion und einem Impulsreferat arbeiteten Vertreter:innen der PRO-GE Jugend und der PRO-GE Pensionist:innen in vier Workshops gemeinsame Standpunkte und Lösungsansätze aus.

3 weibliche Personen verschiedenen Alters in einer Diskussionssituation.
PRO-GE Jugendvorsitzende Laura Zandonella, PRO-GE Pensionist:innenvorsitzende Monika Kemperle und PVÖ-Präsidentin Birgit Gerstorfer bei der Podiumsdiskussion am 2. Generationentreffen PRO-GE.
Junge Teilnehmer:innen sitzen an einem Tisch und sehen zur Bühne.

Gesundheit: Prävention stärken und Versorgung sichern

In der Arbeitsgruppe Gesundheit standen lange Wartezeiten, der Mangel an Kassenärzt:innen und die zunehmende Verlagerung von Leistungen in den Privatbereich im Mittelpunkt. Die Teilnehmer:innen forderten einen flächendeckenden Zugang zu medizinischer Versorgung sowie mehr Kassenplätze und Kassenleistungen.

Als wichtige Zukunftsaufgaben wurden der Ausbau der Prävention, Verbesserungen in der Ausbildung von Gesundheitsberufen sowie eine stärkere finanzielle Unterstützung für Menschen mit geringem Einkommen genannt. Zudem sprachen sich die Teilnehmer:innen für mehr Therapieplätze, eine Stärkung der Pflege und Altenbetreuung sowie die Senkung von Selbstbehalten aus.

Gesprächssituation Personen unterschiedlichen Alters, offenbar sagte eine der Älteren etwas witziges, da die anderen Teilnehmer:innen lachen.
Die Teilnehmer:innen erarbeiteten in vier verschiedenen Arbeitsgruppen gemeinsame Positionen.

Altersdiskriminierung: Niemand darf zurückgelassen werden

Jetzt reinschauen: Das war das 2. Generationentreffen der PRO-GE am 15.09.2026!

Die Teilnehmer:innen der Arbeitsgruppe Altersdiskriminierung thematisierten die Benachteiligungen am Arbeitsplatz und im Alltag. Diskutiert wurden Vorurteile gegenüber jüngeren und älteren Arbeitnehmer:innen, mangelnde Aufstiegsmöglichkeiten sowie Schwierigkeiten bei der Jobsuche.

Besonders kritisch wurde die zunehmende Digitalisierung betrachtet. Viele Dienstleistungen, von Bankgeschäften über Behördenwege bis zur Ticketbuchung, werden zunehmend ausschließlich digital angeboten. Die Teilnehmer:innen betonten, dass Digitalisierung den Menschen dienen müsse und analoge Alternativen erhalten bleiben sollen. Das gemeinsame Fazit: Altersdiskriminierung hat in einer solidarischen Gesellschaft keinen Platz.

Laura Zandonalle, PRO-GE Bundesjugendvorsitzende mit einem PRO-GE Pensionist beim Austausch in einer Arbeitsgruppe.
Die Bundesjugendvorsitzende der PRO-GE, Laura Zandonella betonte, wie wertvoll der Austausch beim jährlichen Generationentreffen sei.

Pensionen: Solidarität zwischen den Generationen sichtbar machen

Die Diskussion rund um das Pensionssystem zeigte, dass sowohl junge als auch ältere Menschen an dessen Zukunftsfähigkeit glauben. Die Teilnehmer:innen betonten, dass das Umlageverfahren sich besonders durch seine Krisensicherheit auszeichne.

Um das Vertrauen zu stärken, wurde eine verstärkte zielgruppengerechte Kommunikation dieser positiven Sicht des staatlichen Pensionssystems vorgeschlagen. Die Solidarität zwischen den Generationen solle stärker sichtbar gemacht werden.

Freundlicher PRO-GE Pensionist am 2. Generationentreffen mit Blick in die Kamera.
Rund 70 Teilnehmer:innen kamen zum Austausch.

Wohnen: Leistbares Wohnen als Grundrecht

Die Arbeitsgruppe Wohnen beschäftigte sich mit den Herausforderungen am Wohnungsmarkt. Hohe Kosten für Wohnen und Energie sowie fehlende leistbare und würdevolle Wohnangebote wurden als Belastungen genannt.

Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen zählen der Ausbau von Startwohnungen und Gemeindebauten, eine gerechtere Verteilung von Wohlstand, strengere Regeln für Kurzzeitvermietungen sowie neue Wohnformen wie Generationenhäuser. Die Teilnehmer:innen waren sich einig, dass Wohnen ein Grundrecht sein muss und nicht von wirtschaftlichen Interessen allein bestimmt werden darf.

Ein Teilnehmer der PRO-GE Jugend notiert gemeinsame Positionen auf einer Flipchart.
Arbeitsgruppe Wohnen beim 2. Generationentreffen der PRO-GE

Gemeinsame Verantwortung für die Zukunft

Das zweite Generationentreffen der PRO-GE zeigte eindrucksvoll, dass junge und ältere Menschen viele gemeinsame Anliegen teilen. Die Ergebnisse der vier Arbeitsgruppen machen deutlich, dass zentrale gesellschaftliche Herausforderungen nur gemeinsam bewältigt werden können. Der Austausch zwischen den Generationen stärkt nicht nur das gegenseitige Verständnis, sondern auch den Zusammenhalt und die Solidarität innerhalb der Gewerkschaft und der Gesellschaft.