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KV Chemische Industrie

Warnstreiks nach erfolgloser 6. Runde

Konflikt wird in Betriebe verlagert

Die sechste Verhandlungsrunde für die rund 50.000 Beschäftigten der Chemischen Industrie wurde am 21. Mai erneut ergebnislos unterbrochen. Nachdem das Angebot der Arbeitgeber in Höhe einer Einmalzahlung von 250 Euro heute zum dritten Mal nicht erhöht wurde, rufen die Gewerkschaften PRO-GE und GPA nun zu zweistündigen Warnstreiks im Zeitraum von 26. Mai bis 1. Juni auf. 

„Wir werden uns diese Respektlosigkeit nicht gefallen lassen. Wir verlagern den Konflikt nun in die Betriebe.“
Hubert Bunderla, PRO-GE Verhandlungsleiter

Die Verhandler der Arbeitnehmer:innenseite, Hubert Bunderla (PRO-GE) und Mario Mayrwöger (GPA) zu den Verhandlungen: "Was hier von den Arbeitgebern geliefert wird, ist keine Verhandlung, sondern eine Verhöhnung der Beschäftigten. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben Jahr und Tag fleißig gearbeitet, jetzt sollen sie dafür den Gegenwert eines größeren Familieneinkaufs bekommen. Wir werden uns diese Respektlosigkeit nicht gefallen lassen. Wir verlagern den Konflikt nun in die Betriebe."

Angebot kommt Nulllohnrunde gleich

"250 Euro ist weniger als so mancher Manager in der chemischen Industrie in der Stunde verdient. Als einmaliges Angebot für ein ganzes Jahr Arbeit ist das maximal ein schlechter Witz. Das kommt einer Nulllohnrunde gleich", sagen Bunderla und Mayrwöger. "Die Stimmung in den Betrieben ist mehr als gereizt. Dem werden die Beschäftigten jetzt mit Warnstreiks Ausdruck verleihen" so die Gewerkschafter.

Der Kollektivvertrag sollte eigentlich seit 1. Mai gelten. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 2. Juni 2026 statt. 

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