KV Chemische Industrie: Keine Einigung in fünfter Runde
Gewerkschaften bleiben bei Forderung von 3,5 Prozent
Die fünfte Verhandlungsrunde für die rund 50.000 Beschäftigten der Chemischen Industrie wurde heute, Freitag, von einer Kundgebung der Beschäftigten vor der Wirtschaftskammer Österreich in Wien begleitet. Das Angebot der Arbeitgeber einer Einmalzahlung in Höhe von 250 Euro, das heute zum zweiten Mal nicht aufgebessert wurde, wurde von den Gewerkschaften PRO-GE und GPA weiterhin als nicht ausreichend erachtet und abgelehnt. Die Gewerkschaften beraten nun über weitere Maßnahmen.
Die Verhandler der Arbeitnehmer:innenseite, Hubert Bunderla (PRO-GE) und Mario Mayrwöger (GPA) kommentieren die heutigen Verhandlungen: „Die Arbeitgeber legen eine Blockadehaltung an den Tag und wollen es offenbar drauf ankommen lassen. Mit einer Einmalzahlung von 250 Euro lassen wir uns sicher nicht abspeisen.“
Beschäftigte werden respektloses Angebot nicht hinnehmen
„Das Angebot der Arbeitgeber ist respektlos und eine Missachtung der guten Arbeit, die die Beschäftigten jeden Tag leisten, um den Unternehmenserfolg zu gewährleisten. Während beim Kollektivvertrag die Sparstrümpfe getragen werden, haben die Arbeitgeber bei den Managementvergütungen die Spendierhosen an. Die Beschäftigten werden sich das nicht bieten lassen“, sagen Bunderla und Mayrwöger.
„Wir beraten nun über weitere Maßnahmen. Wir sind verhandlungsbereit. Ein stumpfes Beharren am bisherigen Angebot ist aber alles andere als eine Verhandlung“, so die Gewerkschafter abschließend. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 21.05.2026 statt.