KV Chemische Industrie: Betriebsversammlungen
Nach erfolgloser vierter Runde: Belegschaften werden über Konflikt informiert
In der vierten Verhandlungsrunde für die rund 50.000 Beschäftigten der Chemischen Industrie konnte am 29.April erneut kein Abschluss erzielt werden. Das Angebot der Arbeitgeber wurde nicht verbessert und liegt unverändert bei einer Einmalzahlung in Höhe von 250 Euro. Von 4. bis 7. Mai finden nun Betriebsversammlungen statt, in denen die Belegschaften über den sich zuspitzenden Kollektivvertragskonflikt informiert werden.
Keine Bewegung bei Arbeitgebern
„Die Preise steigen nachhaltig, daher braucht es auch eine nachhaltige Lohnerhöhung. Eine Einmalzahlung wird den Bedürfnissen der Beschäftigten, die ihren Lebensstandard sichern müssen, nicht gerecht. Da die Arbeitgeber heute zu keinem verbesserten Angebot bereit waren, tragen wir den Konflikt jetzt in die Betriebe“, sagt PRO-GE Verhandlungsleiter Hubert Bunderla.
Kampfbereitschaft ist hoch
„In den Betriebsversammlungen werden die Kolleginnen und Kollegen informiert und beraten über die weitere Vorgangsweise. Die Kampfbereitschaft ist hoch“, so Bunderla, „Für die nächste Verhandlungsrunde erwarten wir uns von den Arbeitgebern ein realistisches Angebot auf Augenhöhe, um weitere Eskalationen zu vermeiden.“ Die nächste Verhandlungsrunde findet am 8. Mai statt.