KV-Runde für Papierindustrie gestartet
Gewerkschaften haben umfassendes Forderungsprogramm übergeben
Am 9. April 2026 starteten die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 8.000 Beschäftigten der Papier- und Pappenindustrie. Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA übergaben dabei den Arbeitgebern ein umfangreiches Forderungsprogramm, dass neben Erhöhung der Löhne, Lehrlingseinkommen und Zulagen auch Verbesserungen im Rahmenrecht vorsieht. So sollen künftig der 24.12. und 31.12. unter Fortzahlung des Entgeltes arbeitsfrei werden. Zudem fordern die Gewerkschaften unter anderem die Einführung von Gesundheitstagen oder die Finanzierung des Klimatickets für Lehrlinge.
Ein konkretes Angebot für Lohnerhöhungen wurde von den Arbeitgebern nicht gemacht. Stattdessen legte die Arbeitgeberseite ebenso Forderungen auf den Tisch. Unter anderem wird eine Anhebung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich verlangt. Dies wir vom Verhandlungsteam der Gewerkschaften aber klar abgelehnt.
Die nächste Verhandlungsrunde findet am 14. April 2026 statt.
Die Forderungen der Gewerkschaften im Detail
Lohn-/Gehaltsrechtliche Verbesserungen
1) Erhöhung der Kollektivvertragslöhne/-gehälter und der IST-Löhne/-Gehälter
2) Erhöhung der Lehrlingseinkommen, aller Zulagen und Aufwandsentschädigungen um den Prozentsatz der Mindesterhöhung
3) Anhebung der Schichtzulagen und Wandlungsrecht in Zeit
Bessere Rahmenbedingungen in der Branche
4) 24. 12. und 31. 12. unter Fortzahlung des Entgeltes arbeitsfrei
5) Einführung von Gesundheitstagen
6) Klimaticket Ö für Lehrlinge
7) Umwandlunganspruch aller Dienstjubiläen in Zeit
8) Anpassung Mehrarbeitszuschlag an Überstundenzuschlag bei Teilzeit
9) Modalitäten der KV-Pensionskassenzahlungen
10) Termine zur Überarbeitung des Rahmenkollektivvertrages bzw. Atraktivierung des Kollektivvertrages vereinbaren
11) Angestellte: Fixer Bienalsprung im Sinne § 15 Abs. 12 RKV Ang
Geltungstermin: 1. Mai 2026
Laufzeit: 12 Monate
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