Frühjahrslohnrunde 2026
KV-Verhandlungen Elektro- und Elektronikindustrie gestartet
Gewerkschaften fordern Lohnerhöhungen für 60.000 Beschäftigte, mehr Geld für Schichtarbeit & leichtere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche
Die Gewerkschaften PRO-GE und GPA haben am 5. März die industrielle Frühjahrslohnrunde mit den Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 60.000 Beschäftigten in der Elektro- und Elektronikindustrie (EEI) eröffnet. „Die Industrie-Konjunktur hellt sich auf, gerade in der innovativen Elektro- und Elektronikindustrie gibt es sehr erfreuliche Ergebnisse. Die Zahlen belegen den Aufwärtstrend“, betont PRO-GE Verhandlungsleiter Reinhold Binder. Gleichzeitig belasten die Folgen der Teuerungskrise die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach wie vor. Daher stehen Lohnerhöhungen heuer im Fokus. „Es geht vor allem ums Geld“, gibt Binder die Richtung vor.
Mehr Geld bei belastenden Arbeitszeiten
Neben der Erhöhung von Löhnen und Lehrlingseinkommen fordert die PRO-GE auch eine bessere Bezahlung für sehr belastende Arbeitszeiten. So soll die Zulage für die zweite Schicht auf 1,50 Euro pro Stunde und für die dritte Schicht auf fünf Euro pro Stunde steigen. Zudem stehen unter anderem eine zusätzliche Pflegefreistellung für Eltern von Kindern mit Behinderung sowie eine leichtere Erreichbarkeit der sechsten Urlaubswoche auf dem Forderungsprogramm. Für Zweiteres gilt immer noch, dass, sofern es keine anrechenbaren Zeiten gibt, 25 Dienstjahre beim gleichen Arbeitgeber notwendig sind, um einen Anspruch zu haben.
Fortsetzung am 9. April, Geltungstermin 1. Mai
Im Vorjahr konnten die Gewerkschaften erst nach elf Wochen, fünf Verhandlungsrunden und Betriebsversammlungen einen neuen Kollektivvertrag abschließen. Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne wurden damals um 3,0 Prozent erhöht, die Ist-Löhne stiegen um 2,75 Prozent bzw. maximal um 115 Euro.
Die nächste Verhandlung findet am 9. April statt. Der neue Kollektivvertrag soll mit 1. Mai 2026 in Kraft treten.
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