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Arbeitnehmer:innen werden nicht die Zeche für Totalversagen der Regierung zahlen

„Die Bundesregierung hat bei der Inflationsbekämpfung versagt. Für dieses Totalversagen sollen nun die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Zeche zahlen. Wir werden das nicht zulassen und für faire und nachhaltige Lohn- und Gehaltsabschlüsse über der Inflationsrate kämpfen“, so Reinhold Binder (Bundesvorsitzender der Gewerkschaft PRO-GE) und Karl Dürtscher (Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft GPA).

Regierung soll endlich Inflation wirksam bekämpfen

Die guten Lohnabschlüsse des vergangenen Jahres hätten dazu beigetragen, dass sich die Situation für die Menschen nicht noch weiter verschlimmert habe, während die Einmalzahlungen der Regierung verpufft seien. Die Gewerkschaften fordern bereits seit langem Maßnahmen, um die Preise zu regulieren. „Andere europäische Länder haben in die Preise eingegriffen und dürfen sich nun über niedrigere Inflationsraten freuen. Währenddessen hat die türkis-grüne Bundesregierung zugelassen, dass die Mieten in den letzten eineinhalb Jahren viermal gestiegen sind und Energieversorger unglaubliche Gewinne erzielen. Anstatt unerwünschte Zurufe an die Sozialpartner zu machen, sollte sich Finanzminister Brunner mit den Menschen unterhalten, um einen Einblick in die Lebensrealitäten zu erhalten“, so Binder und Dürtscher. Ebenso dürfe nicht vergessen werden, dass auch der Finanzminister von den guten Lohn- und Gehaltsabschlüssen profitiere, denn die Lohnsteuereinnahmen seien auf einem Rekordhoch.

Nur Lohnerhöhungen sind nachhaltig

Die beiden Gewerkschafter weisen auch darauf hin, dass steuerfreie Prämien keinesfalls eine nachhaltige Erhöhung der Löhne und Gehälter ersetzen können. „Die Wirtschaft hat erfolgreiche Monate hinter sich, die Dividendenausschüttungen waren hoch. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben sich einen gerechten Anteil an der Produktivität verdient, dafür werden wir in den Verhandlungen eintreten. Die Menschen brauchen ein dauerhaftes Lohn- und Gehaltsplus über der Inflationsrate und keine Einmalzahlungen, die über die Lebensarbeitszeit gerechnet Einbußen bedeuten“, sagen Binder und Dürtscher.