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Glashüttenindustrie: Mindestlöhne steigen um 3,15 Prozent

Volle Anrechnung der Elternkarenzen auf dienstzeitabhängige Ansprüche

In den Abendstunden des 4. Juni 2019 haben die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp und mit den ArbeitgeberInnen der Glashüttenindustrie in der zweiten Verhandlungsrunde die Kollektivvertragsverhandlungen abgeschlossen. 

Das Verhandlungsergebnis:

  • Erhöhung der Mindestlöhne und -Gehälter um 3,15 %.
  • Erhöhung der IST-Löhne und -Gehälter um 3,05 %.

Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen:

  • Es ist gelungen, die Lehrlingsentschädigungen um 100 Euro im ersten, um 90 Euro im zweiten und um 80 Euro im dritten Lehrjahr zu erhöhen. 
  • Die Lehrlingsentschädigung im vierten Lehrjahr wird um 3,15 % erhöht. 

Zulagen und Reiseaufwandsentschädigungen:

  • Die kollektivvertraglichen Zulagen werden um 3,15 % erhöht. 
  • Die innerbetrieblichen Zulagen werden um 3,05 % erhöht.
  • Die Reiseaufwandsentschädigungen werden um 3,15 % erhöht.
Rahmenrechtliche Änderungen: 
  • Überlange Arbeitszeiten sollen weiterhin die Ausnahme bleiben. Für Überstunden in der 11. und 12. Stunde pro Tag gibt es einen 100%igen Überstundenzuschlag, ebenfalls nach der 50. Stunde pro Woche gibt es einen 100%igen Überstundenzuschlag (ausgenommen bei gleitender Arbeitszeit). Weiters gibt es bei überlangen Arbeitszeiten eine 10minütige bezahlte Pause.
     
  • Volle Anrechnung der Karenzzeiten. In Zukunft werden alle Elternkarenzen auf alle dienstzeitabhängigen Ansprüche voll angerechnet.
     
  • Für alle bestehenden sowie künftig neu begründeten Dienstverhältnisse gilt im 1. Dienstjahr der 15. und letzte Tag eines Kalendermonats als bereits vereinbarter Kündigungstermin. Ab dem 2. Dienstjahr gilt der letzte Tag eines Kalendermonats als bereits vereinbarter Kündigungstermin. Diese Regelung tritt mit 1.1.2021 in Kraft.
     
  • Bedingt durch die Neuregelung im Entgeltfortzahlungsgesetz werden die Regelungen zum Krankenentgelt gestrichen. 
Geltungstermin: 1. Juni 2019
Laufzeit: 12 Monate

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