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Trauermarsch im Opel-Werk Wien

Am 10. September 2019 wurde im Wiener Opel-Werk das letzte F17 5-Gang-Getriebe hergestellt. Mit dem Einstellen der Produktion verlieren bis Ende 2019 über 400 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz.
„Es ist ein trauriger Abschied und wir bedauern es sehr, dass seitens der Firmenleitung nicht mehr unternommen wurde, den Abbau von Benchmark-MitarbeiterInnen zu verhindern. Denn möglich wäre das – da bin ich ganz sicher – gewesen. Aber wo der Wille fehlt…“, steht in einem Aushang des Arbeiterbetriebsrats bei Opel Wien. Am 10. September hat das letzte 5-Gang-Schaltgetriebe F17 die Produktion verlassen und damit verlieren auch rund 400 ArbeiterInnen ihren Arbeitsplatz.
 
Sozialplan für Beschäftigte
 
Als der Trauerzug durch die Produktionshallen marschiert, lächeln manche ArbeiterInnen, andere machen schnell ein Foto und wieder andere reihen sich ein. Vorne schreitet ein Kreuzträger, gleich dahinter wird auf einer Bahre das letzte 5-Gang-Getriebe symbolisch zu Grabe getragen. „Super Aktion!“ ist zu vernehmen. Denn obwohl alle Beschäftigten, die ihren Arbeitsplatz verlieren, von einem bereits ausverhandelten Sozialplan profitieren können, bleibt die Ungewissheit groß.
 
2020 Einstellung der Motorenproduktion
 
„Erst letzte Woche hat die Firmenleitung den Start der Produktion des neuen 6-Gang-Getriebs MB6 gefeiert. Nur leider kann damit nicht der Mitarbeiterabbau kompensiert werden“, erklärt Renate Blauensteiner, Arbeiterbetriebsrätin bei Opel Wien. Und auch die Zukunft des Asperner Werkes sieht nicht rosig aus. Nächstes Jahr wird auch die Motorenproduktion stillgelegt. „Uns würde nur helfen, wenn sich das Management entscheidet, wieder ein anderes Produkt am Wiener Standort zu fertigen. Als Betriebsrat fordern wir daher die Unternehmensführung von Opel erneut auf, alles zu tun, um die Arbeitsplätze zu halten“, so Blauensteiner.

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