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Erneuter Warnstreik bei Secop in Fürstenfeld

PRO-GE und Betriebsrat fordern weiterhin rasche Vertragsunterzeichnung für Werksweiterführung.
Nach dem ersten Warnstreik am 3. Februar streikten die Beschäftigten von Secop in Fürstenfeld am 12. Febraur erneut. Der Warnstreik wurde von vier auf sechs Stunden ausgedehnt. Nach wie vor kämpfen Betriebsrat und Belegschaft gemeinsam für den Erhalt des Werkes und der Arbeitsplätze. Es fehlt nur die Unterschrift des Eigentümers.
 
Zur Vorgeschichte
 
"Wir  können alle rund 250 Arbeitsplätze in Fürstenfeld erhalten“, sagte Hubert Holzapfel, steirischer Landessekretär der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE), bei der am 30. Jänner stattgefundenen Betriebsversammlung aller ArbeitnehmerInnen. Gemeinsam mit den Belegschaftsvertretungen von Secop Fürstenfeld ist es der Gewerkschaft gelungen, dass die Firma Nidec nicht nur die Produktion der „Delta“-Kompressoren erwirbt, sondern auch die Linie „Kappa“ für Secop weiterhin in Fürstenfeld produzieren will. Dies wurde dem Betriebsrat schriftlich von Nidec mitgeteilt.
 
Was noch fehlt, um die Arbeitsplätze zu erhalten, ist die Unterschrift des Secop-Eigentümers Orlando. Die PRO-GE fordert, dass Orlando die Gespräche aufnimmt und mit Nidec die entsprechenden Verträge unterzeichnet. "Sollte Orlando keine konkreten Angebote legen und seriöse Verhandlungsgespräche führen, werden die Warnstreiks jede Woche ausgeweitet. Wir haben die Chance, alle Arbeitsplätze in Fürstenfeld zu sichern", sagte Holzapfel. Auch ein unbefristeter Streik sei daher nicht ausgeschlossen.
 
Win-win-Situation
 
Laut Holzapfel habe sich die Auftragslage bei der „Kappa“-Linie zuletzt sehr positiv entwickelt und durch den Erwerb bzw. die Produktion beider Kompressoren-Linien in Fürstenfeld erspare sich Secop-Eigentümer Orlando ohnehin rund 16 Millionen Euro an Verlagerungskosten in die Slowakei. Hinzu kämen weitere 20 Millionen Euro für den von der PRO-GE geforderten Sozialplan, der dann nicht mehr benötigt werde. 

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