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Kaum Verbesserungen bei Lehrausbildung seit 2015

45 Prozent wissen nicht, wie die Lehrabschlussprüfung abläuft.
Insgesamt wurden beim Lehrlingsmonitor 5.253 Lehrlinge befragt. Für zwei von drei Befragten passt die Ausbildung, für ein Drittel muss es aber deutliche Verbesserungen geben. Weiterhin sagt auch fast ein Drittel der befragten Lehrlinge, es müsse immer oder häufig ausbildungsfremde Tätigkeiten leisten.
 
Fast die Hälfte weiß nicht, wie die Lehrabschlussprüfung abläuft
45 Prozent der Lehrlinge wissen nicht, wie die Lehrabschlussprüfung abläuft, 36 Prozent wissen nicht was sie bei der Prüfung können müssen oder wo sie sich anmelden müssen (54 Prozent). Nur ein Drittel gibt an, dass der/die AusbilderIn mit ihm/ihr darüber geredet hat, was er/sie bei der Lehrabschlussprüfung können muss. Die ÖGJ fordert daher eine automatische Anmeldung zur Lehrabschlussprüfung durch den Betrieb, verpflichtende Kompetenzchecks zur Mitte der Lehrzeit, um den Ausbildungsstand festzustellen und die regelmäßige Überprüfung der Ausbildungsqualität.
 
Ein Drittel der Lehrlinge muss Überstunden machen
Knapp ein Drittel der Lehrlinge muss Überstunden machen, und zwar unabhängig vom Alter, obwohl Überstunden von unter 18-Jährigen verboten sind. 5 Prozent davon sogar unbezahlt oder ohne Zeitausgleich. 
 
PRO-GE Jugend fordert Fachkräftemilliarde
Die PRO-GE Jugend bekräftigt anlässlich des Lehrlingsmonitors die Forderung nach der sogenannten Fachkräftemilliarde. Alle Betriebe, die ausbilden könnten, es aber nicht tun, sollen in einen Ausbildungsfonds einzahlen. Mit dem Geld sollen dann jene Unternehmen gefördert werden, die eine qualitativ hochwertige Lehrausbildung anbieten. "Diese Maßnahme würde sicher stärker dazu beitragen, den Lehrstellenmarkt zu beleben, als eine teure Imagekampagne", sagt der Bundesjugendvorsitzende der PRO-GE, Josef Rehberger.
 
Gute Berufsorientierung essentiell
Ein weiteres Problem sieht die PRO-GE Jugend in dem Umstand, dass sich knapp 30 Prozent der befragten Lehrlinge nicht mehr für den gleichen Beruf entscheiden würden. "Hier muss man bei der Berufsorientierung in den Schulen ansetzen. Anscheinend wird den Jugendlichen hier kein ausreichend realistisches Bild des zukünftigen Lehrberufs vermittelt", ist Rehberger überzeugt.
 
 
Weitere Ergebnisse aus dem Lehrlingsmonitor
  • 29 Prozent der Lehrlinge geben an, dass ihr Lehrberuf bei der Berufswahl ihr Wunschberuf war.
  • 73 Prozent waren schon einmal krank arbeiten.
  • 23 Prozent haben keine Arbeitszeitaufzeichnungen.
  • 21 Prozent haben schon daran gedacht ihre Ausbildung abzubrechen. Überproportional betroffen davon sind Lehrlinge in den Branchen Tourismus/Freizeitwirtschaft und Handel.
  • 28 Prozent geben an, nach einem Arbeitstag körperlich am Ende zu sein. Deutlich über dem Durchschnitt liegen die Antworten von Lehrlingen in den Branchen Tourismus/Freizeitwirtschaft und Handel.
  • 35 Prozent sind mit ihrer Ausbildung sehr zufrieden.
  • 71 Prozent würden sich wieder für den gleichen Beruf entscheiden.
  • 28 Prozent würden sich nicht nochmals für den Betrieb entscheiden.

Zur Studie

Bereits zum dritten Mal hat das Österreichische Institut für Berufsbildungsforschung (öibf) im Auftrag von ÖGB und AK, 5.253 Lehrlinge aus ganz Österreich zu ihrer Ausbildung befragt. 2015 wurde der Lehrlingsmonitor zum ersten Mal durchgeführt.

 
Alle Ergebnisse sind unter www.lehrlingsmonitor.at abrufbar.

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