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Chemische Industrie: Protestaktionen in den Betrieben

BetriebsrätInnenkonferenz fordert wesentlich verbessertes Arbeitgeber-Angebot

Protestaktion im Chemiepark Linz am 27. Mai
Auch bei Borealis protestierten die ArbeitnehmerInnen und blockierten die Werkseinfahrt.
Proteste bei Sandoz in Kundl (Tirol).
Auch bei Poloplast in Leonding demonstrierten die Beschäftigten gegen das unzureichende Angebot.
Gewerkschaftliche Maßnahmen bei Lenzing in Heiligenkreuz.
Protestaktion im Chemiepark Linz am 27. Mai
Borealis, Niederösterreich Auch bei Borealis protestierten die ArbeitnehmerInnen und blockierten die Werkseinfahrt.
Sandoz, Tirol Proteste bei Sandoz in Kundl (Tirol).
Poloplast, OÖ Auch bei Poloplast in Leonding demonstrierten die Beschäftigten gegen das unzureichende Angebot.
Lenzing, Heiligenkreuz Gewerkschaftliche Maßnahmen bei Lenzing in Heiligenkreuz.

Nach dem Scheitern der dritten Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 45.000 Beschäftigten der Chemischen Industrie, hielten die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp am 20. Mai eine Online-BetriebsrätInnenkonferenz ab. Weit mehr als 100 Betriebsratskörperschaften nahmen daran teil und beschlossen einstimmig, gewerkschaftliche Maßnahmen in den Betrieben durchzuführen. "Die Sicherheitsvorschriften zur Eindämmung des Corona-Virus werden bei den Protestaktionen selbstverständlich eingehalten werden, die Unzufriedenheit der Beschäftigten mit dem vorliegenden Angebot werden die Unternehmen trotzdem spüren", kündigt PRO-GE Verhandlungsleiter Alfred Artmäuer an. Die Arbeitgeber boten zuletzt 1,45 Prozent Lohnerhöhung und damit einen realen Einkommensverlust an.

„Bei allem Verständnis für die schwierige wirtschaftliche Lage einzelner Betriebe, die Bewältigung dieser Krise kann nicht den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern alleine aufgebürdet werden", sagt Artmäuer. Wirtschaftlich ging es der Branche im letzten Jahr so gut wie selten zuvor, hielten auch die BetriebsrätInnen in der bei der Konferenz beschlossenen Resolution fest. Die Auftragsbücher waren bis zum „Lock down“ voll und auch Dividenden wurden und werden ausgeschüttet. "Die Beschäftigten haben in dieser Krise Flexibilität und großen Einsatz gezeigt, sie haben sich einen fairen KV-Abschluss verdient", fordert der PRO-GE Verhandlungsleiter.

"Sollten die Arbeitgeber nicht am Verhandlungstisch mit einem wesentlichen verbesserten Angebot zurückkommen, werden die innerbetrieblichen gewerkschaftlichen Maßnahmen (bis zum Streik) fortgesetzt", erklären die BetriebsrätInnen dazu in der einstimmig verabschiedeten Resolution. Für die vierte Verhandlungsrunde konnte bisher noch kein Termin vereinbart werden.

Die Resolution im Wortlaut:

Die diesjährige Kollektivvertragsrunde in der chemischen Industrie findet unter besonderen Voraussetzungen statt. Wirtschaftlich ging es der Branche im letzten Jahr so gut wie selten zuvor. Einige Betriebe schreiben bereits das vierte Jahr in Folge das beste Ergebnis aller Zeiten. Die Auftragsbücher waren bis zum „Lock down“ voll. Dividenden wurden und werden ausgeschüttet.

Mit den Verordnungen zur Eindämmung Corona-Pandemie sind viele Betriebe von heute auf morgen in ein neues wirtschaftliches Umfeld geraten. Die Beschäftigten sind kurzfristig auf Homeoffice umgestiegen oder mussten unter erschwerten gesundheitlichen Risiken vor Ort (weiter-) arbeiten.

Nach drei Verhandlungsrunden ist der Gesprächsstand in der Chemischen Industrie mehr als enttäuschend. Die Arbeitgeber beteuern, dass ihr derzeitiges Angebot in der Höhe von 1,45 % mehr ist, als die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Branche ermöglicht. Die Verbindung mit einem Wirtschaftsjahr 2019 ist in dieser Verhandlungsrunde nicht möglich. Das bedeutet einen massiven Einkommensverlust für alle. Das ist eine Verhöhnung der Beschäftigten.

Sollten die Arbeitgeber nicht am Verhandlungstisch mit einem wesentlichen verbesserten Angebot zurückkommen, werden die innerbetrieblichen gewerkschaftlichen Maßnahmen (bis zum Streik) fortgesetzt.

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