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Schwanger: Recht auf Gesundheitsschutz

PRO-GE-Frauen fordern Freistellungsanspruch für alle Schwangeren

Die Corona-Krise ist für Schwangere besonders belastend. Die erwerbstätigen Frauen sorgen sich um ihre eigene Gesundheit und vor allem um die Gesundheit ihrer ungeborenen Kinder.
 
Jede schwangere Arbeitnehmerin hat ein Recht auf Schutz ihrer Gesundheit!
 
Der aufgrund der Corona Pandemie beschlossene Freistellungsanspruch von schwangeren Arbeitnehmerinnen greift zu kurz. Denn er gilt nur wenn ein physischer Körperkontakt mit anderen Personen erforderlich ist bzw. durch eine Änderung der Arbeitsbedingungen oder Homeoffice/Telearbeit eine Gefährdung nicht vermieden werden kann. Dieser Anspruch war und ist wichtig und richtig. Leider ist nach wie vor ein Großteil der Schwangeren von dieser Möglichkeit der Freistellungsregelung ausgeschlossen.
 
Risiko für Schwangere
 
Das Risiko einer Corona-Virus-Infektion für Schwangere ist in vielen Bereichen gegeben, auch wenn in der direkten Berufsausübung kein physischer Körperkontakt mit anderen Personen gegeben ist – sei es während der Berufsausübung selbst oder auch auf dem Arbeitsweg in öffentlichen Verkehrsmitteln. In Branchen wie beispielsweise dem Handel, in dem sehr viele Frauen beschäftigt sind, ist ein häufiger Kundenkontakt unumgänglich. In großen Produktionsbetrieben, wo viele Menschen in einer Werkshalle arbeiten, ist es oft sehr schwierig oder gar nicht möglich, den Abstand zu KollegInnen einzuhalten. 
 
Forderung nach Schutz
 
Seit Beginn der Covid-19 Pandemie ist die Frage der vorzeitigen Freistellung für schwangere Arbeitnehmerinnen eine zentrale Forderung der Gewerkschaften. Die Regierung hat im November 2020 eine Verordnung auf den Weg gebracht, wonach ausschließlich Arbeitnehmerinnen in körpernahen Dienstleistungen einen Anspruch auf vorzeitige Freistellung haben, wenn es keine andere Möglichkeit der Beschäftigung, zB Homeoffice für sie gibt.
 
Es muss im Interesse aller, aber natürlich auch im Interesse der Bundesregierung sein, dass Frauen und ihre ungeborenen Kinder während der Corona-Pandemie bestmöglich geschützt werden. Deshalb fordern wir die Möglichkeit auf einen vorgezogenen Mutterschutz unter Wahrung aller finanziellen Ansprüche für berufstätige Schwangere während der Corona Pandemie!
 
Offener Brief
 
Die PRO-GE hat öffentlichkeitswirksam immer wieder darauf hingewiesen und den Freistellungsanspruch für alle schwangeren Arbeitnehmerinnen gefordert. Leider bis jetzt ohne Erfolg. Die Regierung handelt hier massiv verantwortungslos.
 
Am 18. Februar wurde im Namen aller Gewerkschaften und der Arbeiterkammer ein gemeinsamer, offener Brief an Vizekanzler Kogler, Frauenministerin Raab, Arbeitsminister Kocher und Sozialminister Anschober bezüglich der unerträglichen Situation veröffentlicht.

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