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Myanmar: GewerkschafterInnen stellen sich gegen Militärdiktatur

Solidaritätskundgebung vor dem Wiener Rathaus am Samstag, 27. März um 14.00 Uhr

Quelle: Ninjastrikers, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en" target="_blank">CC BY-SA 4.0</a>
Proteste in Myanmar, Februar 2021 Quelle: Ninjastrikers, CC BY-SA 4.0

Seit dem Militärputsch am 1. Februar verschlimmert sich die Lage in Myanmar von Tag zu Tag. Die zivile Widerstandsbewegung geht weiter, da das Militär sich weigert, die Macht wieder an die rechtmäßig gewählte Regierung abzutreten. Für GewerkschafterInnen ist die Lage besonders kritisch. Gewerkschaften sind mittlerweile illegal. Die Gewalt eskaliert, praktisch täglich werden GewerkschaftsaktivistInnen geschlagen, eingesperrt oder getötet.

Die Vorsitzende der Industriegewerkschaft in Myanmar Khiang Zar, die sich vor dem Militärputsch zu einer Ausbildung an der Global Union University in Deutschland aufgehalten hat, kann nicht mehr in ihre Heimat zurück. Sie appelliert, dass die EU wirtschaftliche Sanktionen gegen die Militärregierung ergreift, denn diese hätten in der Vergangenheit zu demokratischen Wahlen und einer zivilen Regierung geführt. Die in Myanmar tätigen ausländischen Unternehmen ruft sie auf, die Menschenrechtssituation im Land nicht zu verschlimmern und Beschäftigte und GewerkschafterInnen für ihre Teilnahme an friedlichen Protesten nicht zu bestrafen.

Diesen Samstag, 27. März, finden weltweit Kundgebungen statt, um auf die schlimme Lage in Myanmar aufmerksam zu machen. Der 27. März markiert den "Tag der Revolution" in Myanmar. An diesem Tag im Jahr 1945 wechselte die burmesische Armee im Zweiten Weltkrieg die Seiten und kämpfte an der Seite der alliierten Streitkräfte, um die japanischen Besatzungstruppen zu vertreiben. Ursprünglich als "Tag des Widerstandes" gefeiert, wandelte das Militär diesen Tag in den "Tag der Streitkräfte" um, um sich selbst zu feiern. In diesem Jahr fordert das Volk in Myanmar diesen Tag als "Tag der Revolution" zurück, um erneut eine Militärregierung zu vertreiben.

Auch in Wien wird protestiert: die burmesische Gemeinde in Österreich organisiert am Samstag, 27. März, 14:00 Uhr eine Kundgebung vor dem Rathaus

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