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Metaller-KV: Erneut einheitlichen Kollektivvertrag durchgesetzt

Erfolgreiche idente Abschlüsse mit allen Arbeitgeberverbänden der Metallindustrie

Sieben Wochen nach der Forderungsübergabe konnten die Gewerkschaften PRO-GE und GPA am 10. November die Kollektivvertragsverhandlungen für die Beschäftigten der Metallindustrie und des Bergbaus erfolgreich abschließen. Schon zum zehnten Mal in Folge ist es den Gewerkschaften gelungen, trotz der Auflösung der Verhandlungsgemeinschaft der Arbeitgeber einen einheitlichen Kollektivvertrag sowie idente Lohnabschlüsse für alle 190.000 Beschäftigten der Metallindustrie zu erreichen.

18 Verhandlungsrunden über 67 Stunden

Bereits zwei Tage nach dem Abschluss mit dem Fachverband Metalltechnischen Industrie konnten mit den Arbeitgeberverbänden Nichteisenmetallindustrie, Bergbau und Stahlindustrie, Fahrzeugindustrie und Gießereiindustrie eine Einigung erreicht werden. Am 10. November folgte die letzte ausständige Einigung mit dem Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmen. Insgesamt wurde heuer 67 Stunden lang verhandelt. 18 Wirtschaftsgespräche und Verhandlungsrunden waren notwendig.

Schwerpunkt Schichtarbeit und Lehrlinge

Alle Beschäftigten in der Metallindustrie erhalten somit 3,55 Prozent mehr Lohn. Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne steigen um drei Prozent. Die Zulagen werden um 3,55 Prozent und die Aufwandsentschädigungen um 2,5 Prozent erhöht. Die Stundenzulage für die zweite Schicht wird darüber hinaus schrittweise bis November 2023 auf einen Euro verdoppelt. Die Zulage für die dritte Schicht wird in Etappen bis November 2027 von 2,52 Euro auf vier Euro angehoben. Das entspricht einer Erhöhung um 58,5 Prozent. Die Lehrlingseinkommen werden mit bis zu 6,74 Prozent noch weitaus stärker erhöht.

Streiks haben Wirkung gezeigt

Der Abschluss bedeutet angesichts der für die KV-Verhandlung relevanten Inflation von 1,9 Prozent einen kräftigen Reallohnzuwachs. „Diese 1,65 Prozent Reallohnzuwachs sind angesichts der Konjunktur und der Produktivitätsgewinne in der Metallindustrie nur fair und gerecht. Der Weg zu diesem sehr guten Abschluss wurde durch die geschlossene Kampfbereitschaft der Belegschaften geebnet“, sagt PRO-GE Chefverhandler Rainer Wimmer mit Verweis auf die stattgefunden BetriebsrätInnenkonferenzen, Betriebsversammlungen und Warnstreiks.

Der Abschluss im Detail:

  • IST-Löhne und -Gehälter: +3,55 Prozent
  • KV-Löhne und -Gehälter: +3 Prozent
  • Mindestlohn/Mindestgrundgehalt neu: 2.089,87 Euro
  • Zulagen: +3,55 Prozent
  • Zulage für die 2. Schicht: +100 Prozent (in Etappen bis November 2023)
  • Zulage für die 3. Schicht: +58,5 Prozent (in Etappen bis November 2027)
  • Aufwandsentschädigungen: +2,5 Prozent
  • Lehrlingseinkommen: +6,74 Prozent (1. Lehrjahr), +4,27 Prozent (2. Lehrjahr), +5,61 Prozent (3. Lehrjahr), +5,63 Prozent (4. Lehrjahr)
  • Geltungstermin: 1. November 2021
  • Laufzeit: 12 Monate

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