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Betriebsrat der Papierfabrik Wattens startet Hilfsaktion

Unterbringung von Flüchtlingen in Werkswohnungen & Spendensammlung
Der gemeinsame Hilfskonvoi mit der Thaurer Spendenaktion, v.l.n.r.: Der Thaurer Bürgermeister Christoph Walser, Bernhard Ralser (Arbeiter-Betriebsrat Papierfabrik Wattens) & Christian Holzner (Angestellten-Betriebsrat Papierfabrik Wattens)
Der gemeinsame Hilfskonvoi mit der Thaurer Spendenaktion, v.l.n.r.: Der Thaurer Bürgermeister Christoph Walser, Bernhard Ralser (Arbeiter-Betriebsrat Papierfabrik Wattens) & Christian Holzner (Angestellten-Betriebsrat Papierfabrik Wattens)
"Solidarität gilt für mich nicht nur im Betrieb, sondern geht weit darüber hinaus und kennt keine Grenzen", beschreibt Bernhard Ralser, Betriebsratsvorsitzender der Papierfabrik Wattens, seine Motivation für die gemeinsam mit zahlreichen KollegInnen ins Leben gerufene Hilfsaktion für aus der Ukraine geflüchtete Menschen. Neben umfangreichen Geld- und Sachspenden, die bereits auf dem Weg in das Kriegsgebiet sind, konnte auch die Unterbringung in Werkswohnungen organisiert werden.
 
Unterbringung große Herausforderung
 
"Das derzeitige Geschehen macht betroffen und fassungslos. Sofort war für mich und mein Team klar: Wir wollen helfen, und zwar schnell und unbürokratisch. Die Solidarität und Hilfsbereitschaft der KollegInnen war überwältigend und hat uns wirklich sprachlos gemacht!", zeigt sich Ralser begeistert angesichts der Welle an Hilfsbereitschaft. Bei Geld-, Sach- und Lebensmittelspenden wollten es die engagierten Betriebsrätinnen allerdings nicht belassen. "Gerade in Tirol stellt aufgrund der enormen Knappheit an leistbarem Wohnraum vor allem die Unterbringung eine große Herausforderung dar. Umso mehr freue ich mich, dass es uns gelungen ist, Werkswohnungen zur Verfügung zu stellen, in denen die geflüchteten Menschen fürs erste bleiben können!", so der Betriebsratsvorsitzende.
 
Ralser hofft jetzt auf viele Nachahmer: "Aus zahlreichen Gesprächen in meinem Umfeld weiß ich: Sehr viele TirolerInnen nehmen Anteil am Schicksal der UkrainerInnen und wollen helfen. Ich hoffe daher, dass unsere Initiative als gutes Beispiel dient und andere dazu inspiriert, ebenfalls im Rahmen ihrer Möglichkeiten eine Hilfsaktion auf die Beine zu stellen."
 
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