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PRO-GE Jugend: Josef Rehberger zum neuen Vorsitzenden gewählt

Bundesjugendkonferenz: Der Jugendvertrauensrat muss bleiben!

Zustimmung von 91 Prozent der Delegierten

Im Vorfeld des Gewerkschaftstages fand am Samstag die Bundesjugendkonferenz der PRO-GE statt. Nach fünf Jahren an der Spitze der PRO-GE Jugend legte Sascha Ernszt seine Funktion zurück. Neuer Vorsitzender ist der 21-jährige Oberösterreicher Josef Rehberger, Jugendvertrauensrat bei der voestalpine, der von den Delegierten 91 Prozent Zustimmung erhielt. „Die PRO-GE Jugend ist die stärkste Jugendorganisation innerhalb des ÖGB. Es ist uns gelungen, viel für die Lehrlinge zu erreichen. Die Übernahme der Internatskosten oder der Fahrtkostenzuschuss zum Berufsschulinternat wären ohne unser Engagement nicht möglich gewesen. Ich bedanke mich für fünf spannende Jahre, die Unterstützung und den Zusammenhalt und ich bin überzeugt, dass die PRO-GE Jugend auch in politisch schwierigeren Zeiten eine laute Stimme für die Lehrlinge sein wird“, so der scheidende Vorsitzende Sascha Ernszt.

Josef Rehberger betonte in seiner Antrittsrede, dass man die Vorhaben der schwarz-blauen Regierung genau beobachten werde. „Wir werden uns den Jugendvertrauensrat nicht nehmen lassen. Wir werden nicht stillhalten, wenn versucht wird, die Mitsprache von Lehrlingen in den Betrieben zu beschneiden. Und wir werden für soziale Gerechtigkeit kämpfen und nicht dabei zusehen, wie die Chancen der Jugend verspielt werden“, so Rehberger.

Die PRO-GE Jugend beschloss unter dem Motto „Neu verteilen - Dividieren statt hinterziagn“ ein ambitioniertes Arbeitsprogramm für die kommenden fünf Jahre. Im Bereich Bildung fordert man unter anderem eine Verbesserung der Durchlässigkeit im Bildungssystem, eine Reform der Lehre mit Matura und die Einführung einer Fachkräftemilliarde, um die Ausbildungskosten gerecht zu verteilen und die Finanzierung der überbetrieblichen Ausbildung zu gewährleisten.

Ebenso will man sich dafür einsetzen, dass der Wohlstand gerechter verteilt wird. So fordert die PRO-GE Jugend eine Wertschöpfungsabgabe, die Einführung von Vermögens-, Erbschafts- und Schenkungssteuern mit gestaffelten Freibeträgen und die Schließung aller Steuerschlupflöcher. „Die Arbeitswelt wird sich in den kommenden Jahren durch die Digitalisierung stark verändern. Es ist nicht gerecht, wenn junge Menschen nicht mehr in gleicher Form vom Sozialstaat profitieren können wie frühere Generationen. Daher brauchen wir endlich neue Formen der Finanzierung und müssen sicherstellen, dass Unternehmen und Reiche ihren Anteil leisten“, so Rehberger abschließend.

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