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Privatforste: Hart erkämpfter Lohnabschluss 2019!

Fast ein halbes Jahr lang herrschte Stillstand bei den Kollektivvertragsverhandlungen der Österreichischen Privatforste. Die Arbeitgeber verweigerten schlicht, die Verhandlungen fortzusetzen. Gewerkschaft und BetriebsrätInnen haben nicht aufgeben: Sie haben die Arbeitgeber an den Verhandlungstisch zurück gebracht und am 12. Juni einen Lohnabschluss erreicht.

Am 22. Jänner 2019 fand die zweite Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 2.000 Arbeiterinnen und Arbeiter der privaten Forstunternehmen statt. Die Verhandlung blieb ohne Einigung – und sehr, sehr lange ohne Fortsetzung. Denn die Arbeitgeberseite verweigerte danach weitere Verhandlungen und gab stattdessen nur eine unverbindliche Empfehlung an die Unternehmen ab, die Löhne zu erhöhen.

Protestmarsch gegen Gesprächsverweigerung
 
Eine daraufhin durchgeführte Betriebsrätekonferenz Anfang Februar, führte zu keinem Einlenken der Arbeitgeber. Daher riefen PRO-GE und BetriebsrätInnen zu einer Kundgebung in Bad Eisenkappl, Kärnten, auf. Hunderte ForstarbeiterInnen versammelten sich am 14. März und zogen in einem lautstarken Protestmarsch zum Betrieb von Johannes Thurn-Valsassina, dem Verhandlungsleiter der Arbeitgeber. Dabei kam es auch zu einem direkten Gespräch mit Thurn-Valsassina, das auf eine baldige Rückkehr zum Verhandlungstisch hoffen ließ.
 
Beschäftigte fordern Verhandlungen auf Augenhöhe
 
Aber auch diese Hoffnung, erfüllte sich in den darauffolgenden Wochen einmal mehr nicht, weshalb die BetriebsrätInnen bis Mitte April Betriebsversammlungen abhielten. In der bei den Versammlungen verabschiedeten Resolution werden die Arbeitgeber mit einem deutlich verbesserten Angebot an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
 
Betriebsversammlungen bringen Fortschritte
 
Als erster Etappenerfolg erklärten sich die Arbeitgeber nach den Betriebsversammlungen grundsätzlich zu einer Fortführung der Gespräche bereit. Schlussendlich wurde ein (wenn auch sehr später) Termin vereinbart werden.
 
Ein gesicherter Lohnabschluss für alle
 
Fast ein halbes Jahr nach der Verhandlungsunterbrechung konnte damit am 12. Juni endlich ein erfolgreicher KV-Abschluss erzielt werden, der Lohnerhöhungen für alle Beschäftigen sicherstellt. Die kollektivvetraglichen Löhne steigen rückwirkend mit 1. Jänner 2019 um 2,4 Prozent. Zusätzlich wurde eine Einmalzahlung von 50 Euro erreicht.
 
Der Abschluss im Detail
 
  • Erhöhung der Kollektivvertragslöhne um 2,4 %
  • Einmalzahlung in der Höhe von 50 Euro (Basis Vollzeitbeschäftigung und Auszahlung mit dem Weihnachtsgeld)
  • Erhöhung der Zulagen im § 6 Abs. 3 und § 7 Abs.2 um 2,4 %
  • Neudefinierung der Motorsägenpauschalien § 7, Abs. 1 und 2
  • Anpassung des §12 Entgeltfortzahlung, an die neuen gesetzlichen Vorgaben
  • Neudefinierung von ganztägigen Zeitausgleich im §4 Abs.2

 

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