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ATB-Demo: 1.000 unterstützten den Kampf um den Standort

Protestkundgebung gegen Produktionsschließung und Arbeitsplatzvernichtung.

Rund 1.000 TeilnehmerInnen protestierten vor dem ATB-Werksgelände in  Spielberg am 26. August lautstark gegen die Kündigungen und die geplante Produktionsschließung. Betriebsrat und Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp kritisierten den Eigentümer bei der Demo erneut scharf: Das eingeleitete Sanierungsverfahren ist in Wahrheit eine knallharte Produktionsschließung und Arbeitsplatzvernichtung auf Kosten der Beschäftigten und SteuerzahlerInnen durch Ausnutzung des Insolvenzrechts.

"Sanierungskonzept passt nicht"

ArbeiterInnen-Betriebsratsvorsitzender Michael Leitner sagte zur APA, dass mit den Kündigungen "ganze Familien ausgerottet werden", denn in manchen Fällen arbeiten Vater und Mutter im Unternehmen. Und seitens Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) herrsche "Totenstille" zu den Vorgängen. Fast täglich würden Versammlungen stattfinden, bei denen die MitarbeiterInnen informiert werden. Die Produktion stehe derweil nicht ganz still, sei aber auch nicht voll hochgefahren: "Und das bei vollen Auftragsbüchern bis Jahresende", wunderte sich Leitner. Das Sanierungskonzept der Geschäftsführung passe vorne und hinten nicht zusammen.

Am 24. August wurden rund 300 ArbeitnehmerInnen die Kündigung ausgesprochen. Die Produktionsmaschinen sollen zu anderen ATB-Standorten nach Polen und Serbien abtransportiert werden. Aufgrund der Insolvenz ist es derzeit nicht einmal möglich, einen Sozialplan für die ArbeitnehmerInnen abzuschließen.

Gespräche mit Investoren aufnehmen

Die Gewerkschaften fordern auch Bundeskanzler und Finanzminister - zweiterer ist für den Insolvenzbereich zuständig - auf, endlich gegen diese Praktiken des Eigentümers aufzutreten. „Es kann doch nicht im Sinne des Staates sein, dass Eigentümer stärker geschützt werden als Beschäftigte und die Allgemeinheit“, sagte der steirische PRO-GE Landessekretär Hubert Holzapfel und forderte weiter, dass mit möglichen Investoren für den Standort seriöse Gespräche aufgenommen werden.

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