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Textilindustrie: Abschluss in zweiter Runde

Zweiter Abschluss der industriellen Frühjahrslohnrunde 2019

2,8 bis 3,0 Prozent mehr Lohn ab 1. April, 100 Prozent Zuschlag für 11. & 12. Stunde ab 1.1.2020

In der zweiten Verhandlungsrunde erreichten PRO-GE und GPA-djp am 21. März einen erfolgreichen Kollektivvertragsabschluss für die rund 12.000 Beschäftigten der österreichischen Textilindustrie. Die Ist-Löhne werden um 2,8 bis 3,0 Prozent angehoben. Die Lehrlingsentschädigungen steigen um jeweils 50 Euro, im Durchschnitt ergiibt das eine Erhöhung um 5,88 Prozent.

Bei der Arbeitszeit, neben den Lohnerhöhungen das zweite große Thema der Frühjahrslohnrunde 2019, erreichten die Gewerkschaften eine mindestens zehnminütige bezahlte Pause vor langen Arbeitszeiten. Ab Jänner 2020 wird auch in der Textilindustrie für die 11. und 12. Arbeitsstunde am Tag bzw. und ab der 51. Stunde in der Woche ein 100-prozentiger Überstundenzuschlag fällig. Zudem werden die Antrittsrechte der ArbeitnehmerInnen beim Verbrauch von Zeitguthaben gestärkt. Eine weiter rahmenrechtliche Verbesserung stellt die vollständige Anrechnung von Karenzzeiten auf Vorrückungen dar.

Die Eckpunkte des Verhandlungsergebnisses

Lohnrechtliche Verbesserungen:

  • IST-Löhne +2,8 bis 3,0 % (LG A bis D +3,0 % und LG E bis F +2,8 %)
  • Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen um € 50,- (ergibt +5,88 % im Durchschnitt)
  • Aufwandsentschädigungen +2,0 %

Rahmenrechtliche Verbesserungen:

  • Überstundenzuschlag: 100 % ab der 11. und 12. Arbeitsstunde sowie ab der 51. Stunde ab 1.1.2020. Dies gilt auch bei gleitender Arbeitszeit, sofern Überstunden ausdrücklich angeordnet werden.
  • Bezahlte Pausen vor langen Arbeitszeiten (mindestens 10 Minuten)
  • Verbesserungen beim Verbrauch von erworbenen Zeitguthaben: Antrittsrecht für Zeitguthaben bei nicht Einigung über den Verbrauchszeitpunkt für jeweils bis zu 5 Arbeitstagen/Schichten.
  • Volle Anrechnung von Karenzzeiten auf Vorrückungen für 22 Monate pro Kind
  • Arbeiter: Kündigungstermine bei AG-Kündigung im ersten Arbeitsjahr 15. und Monatsletzter, danach zum Monatsletzten.
  • Regelung zur Entlohnung von PflichtpraktikantInnen für Angestellte und Arbeiter
  • Gespräche zur Einführung von Kompetenz-/Dienstalterszulagen

Geltungstermin: 01.04.2019
Laufzeit: 12 Monate

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