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Elektro-/Elektronikindustrie: +3,4 Prozent

Durchbruch beim Papamonat, Abfederung des Arbeitszeitgesetzes, für Lehrlinge bis zu 22 Prozent mehr Geld.

Am 2. April haben die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp mit dem Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie einen Kollektivvertragsabschluss erreicht. Der KV-Abschluss schafft eine Lohn- und Gehaltserhöhung von + 3,2 Prozent auf IST-Löhne und –Gehälter und +3,4 Prozent auf KV-Löhne und –Gehälter sowie eine besondere Erhöhung der Schichtzulage. Die Lehrlingsentschädigungen werden um bis zu 22 Prozent erhöht.

Überstundenzuschlag: 100 Prozent ab 11. Stunde
 
Zur Abfederung des Arbeitszeitgesetzes betragen Zuschläge für die 11. und 12. Arbeitsstunde täglich beziehungsweise ab der 51. Arbeitsstunde wöchentlich künftig 100 Prozent. Darüber hinaus gibt es eine bezahlte Pause bei überlangen Arbeitszeiten.
 
"Wir leisten mit diesem Abschluss einen wichtigen Beitrag dazu, dass überlange Arbeitszeiten die Ausnahme bleiben und dass sie sich, wenn sie geleistet werden, für die Beschäftigten auszahlen", so die Verhandlungsleiter Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Dürtscher (GPA-djp).
 
Papamonat im KV geregelt
 
Der KV-Abschluss sieht weiters einen Rechtsanspruch auf den Papamonat vor. "Wo die Regierung nur leere Versprechen vorbringt, schaffen wir erstmals in der Industrie eine kollektivvertragliche Lösung für den Papamonat", so Wimmer und Dürtscher.
 
Der Kollektivvertrag gilt ab 1. Mai 2019 für 50.000 Beschäftigte in der Elektro- und Elektronikindustrie.
 
Der Abschluss im Detail:
  • Mindestlöhne: + 3,4 %
  • Neuer Mindestlohn:  1.862,20 Euro
  • IST-Löhne: + 3,2 %
  • Lehrlingsentschädigung: Im Schnitt + 15 %
  • 100 % Überstundenzuschlag ab 11. Std./Tag und 51. Std./Woche
  • 15 Minuten bezahlte Pause bei langen Arbeitszeiten
  • + 30 % Nachtarbeitszulage & Zulage für die dritte Schicht bis 2021 (2,430 Euro ab 1.5.2019, 2,651 Euro ab 1.5.2020, 2,872 Euro ab 1.5.2021)
  • Zulagen: + 2,5 %
  • Aufwandsentschädigungen: + 2 %
  • Rechtsanspruch auf Papamonat
  • Freizeitoption: Der/Die einzelne ArbeitnehmerIn kann, wenn eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen wird, anstelle der IST-Lohnerhöhung 64 Stunden Freizeit pro Jahr vereinbaren

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