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Steuerreform: PRO-GE warnt vor Einschnitten bei Pensionen

Verschlechterungen für SchwerarbeiterInnen drohen

Für "Hackler" droht die geplante steuerliche Entlastung zum gefährlichen Bumerang zu werden. Die Bundesregierung kündigt zur Finanzierung der Häppchenreform an, unter anderem das Pensionssystem zu "durchforsten". Das heißt im Klartext, es drohen massive Einschnitte, die vor allem jene ArbeitnehmerInnen treffen werden, die unter erschwerten Arbeitsbedingungen und hohen gesundheitlichen Belastungen viele Jahre gearbeitet haben. Es trifft jene Menschen, die wegen ihrer sprichwörtlichen Schwerstarbeit mit zahlreichen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben.

 
"Solche Ankündigungen sind zutiefst unsozial und strikt abzulehnen. Es muss genau das Gegenteil gemacht werden und den betroffenen ArbeitnehmerInnen der Zugang zur Schwerarbeiterpension und Invaliditätspension erleichtert werden", stellt Rainer Wimmer, Bundesvorsitzender der PRO-GE, klar.
 
Verbesserungen statt Verschlechterungen
 
Statt diese Menschen zu gängeln, die ohnehin Abschläge in Kauf nehmen müssen, sollte aus Sicht derPRO-GE zum Beispiel die Anrechnung von Schwerarbeitszeiten verbessert werden. Und jene Personen, bei denen eine berufliche Rehabilitation nicht zielführend ist, sollten einen leichteren Zugang zur Invaliditätspension haben. "Das soziale Netz dient allein zur Absicherung der Menschen und nicht zum Stopfen von Finanzlöchern“, sagt Wimmer.
 
 
Infos zur Schwerarbeitspension
 
Schwerarbeit bedeutet, jahrelang einer besonderen psychischen und/oder physischen Belastung ausgesetzt zu sein. Voraussetzungen für die Schwerarbeiterpension sind unter anderem:
  • 540 Versicherungsmonate (45 Jahre)
  • Vollendung des 60. Lebensjahres
  • Mindestens 10 Jahre Schwerarbeit innerhalb der letzten 20 Kalenderjahre vor dem Stichtag. Das bedeutet zum Beispiel: 10 Jahre am Hochofen stehen, mindestens 10 Jahre als Starkstrommonteur oder  10 Jahre bei extremer Hitze oder Kälte oder schwere körperliche Arbeit.

>>> Link zur Arbeiterkammer: Infos zur Schwerarbeitspension

 

Forderungen der PRO-GE sind u. a.:
  • Abschläge bei der Schwerarbeit sind abzuschaffen.
  • Eine Stärkung des Berufsschutzes im Zusammenhang mit der Invaliditätspension, insbesondere eine Schaffung einer vergleichbaren Regelung für ungelernte/angelernte ArbeitnehmerInnen.
  • Die Kriterien zur Schwerarbeit müssen regelmäßig auf ihre Praxistauglichkeit überprüft und überarbeitet werden. So hat sich z.B. der Kalorienverbrauch als Kriterium für "schwere körperliche Arbeit" nicht immer als ausreichend erwiesen. Kriterien sollten sich an den Regelungen der Nachtschwerarbeit (nur für Arbeiten am Tag oder im Schicht- und Wechseldienst) orientieren. 
  • Auch regelmäßige Nachtarbeit oder taktgebundene Arbeit, die nicht unter die Kriterien des Schicht- und Wechseldienstes der Schwerarbeitsverordnung fallen, sind als Schwerarbeit anzuerkennen.
  • Jährliche Mitteilung an den/die ArbeitnehmerIn über gemeldete Schwerarbeitszeiten und Sanktionen bei Nicht-Meldung durch den Arbeitgeber.

 

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