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Abschluss Chemische Industrie

Mindestlöhne und -gehälter + 3,40 Prozent, Ist-Löhne und –Gehälter erhöhen sich bis zu 3,20 Prozent, jedoch mindestens 80 Euro.
In den Abendstunden des 29. April 2019 haben die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp mit den ArbeitgeberInnen der Chemischen Industrie (FCIO) in der vierten Verhandlungsrunde die Kollektivvertragsverhandlungen erfolgreich abgeschlossen. 
 
Das Verhandlungsergebnis:
 
  • Erhöhung der Mindestgehälter/-löhne um 3,4 %.
  • Erhöhung der IST-Gehälter/-Löhne um 3,2 %, jedoch mindestens um 80 Euro.*
  • Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen für die gewerblichen Lehrlinge um 3,4 %.
  • Erhöhung der Schicht und Nachtarbeitszulagen um 3,4 %.
  • Erhöhung der Aufwandsentschädigungen und Messegelder um 1,95 %.
* das sind bis zu 4,19 %. Ergibt der Prozentsatz weniger als 80 Euro, so wird der Lohn/das Gehalt um den Mindestbetrag von 80 Euro erhöht. Dies betrifft sowohl KV- als auch IST-Lohn/Gehalts-bezieherInnen! Die Lohn- und Gehaltstabelle wird jedoch nur um den Prozentsatz erhöht.
 
Rahmenrechtliche Änderungen:
 
Überlange Arbeitszeiten sollen weiterhin die Ausnahme bleiben
Für jede dritte und folgende Überstunde pro Tag gibt es einen 100%igen Überstundenzuschlag, ebenfalls nach der 50. Stunde pro Woche gibt es einen 100%igen Überstundenzuschlag (ausgenommen bei gleitender Arbeitszeit), gültig ab 1.1.2020.
Weiters gibt es bei überlangen Arbeitszeiten eine 10-minütige bezahlte Pause.  
 
Gesundheitsförderung
Der Betrag für gesundheitliche Maßnahmen wird von Euro 70 auf 100 erhöht.
 
Streichung der Freizeit zur Postensuche während der Kündigungsfrist bei Dienstnehmerkündigung.
 
Bedingt durch die Neuregelung im Entgeltfortzahlungsgesetz werden die Regelungen zum Krankenentgelt gestrichen. Zum Unfallentgelt, Entgelt bei ambulatorischen Behandlungen und anderen Entgeltsfällen werden Anpassungen bedingt durch die Gesetzeslage durchgeführt.
 
Geltungstermin
Der neue Kollektivvertrag tritt mit 1. Mai 2019 in Kraft.
 
Die heurigen Verhandlungen waren besonders schwierig und zäh. Nur mit viel Ausdauer und Geschick konnten wir einen Kompromiss zwischen unseren Forderungen und den Vorstellungen der Arbeitgeber finden. 
 
Dieser Abschluss ist nur zustande gekommen, weil viele BetriebsrätInnen bei unserer Konferenz waren und bereits erste betriebliche Maßnahmen stattgefunden haben – dafür sagen wir DANKE!
 

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