Um dir bestmögliches Service zu bieten, speichert proge.at Informationen über deinen Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber findest Du in der Datenschutzerklärung.
www.proge.at

Kämpfen lohnt sich!

2020 warten auf die Gewerkschaften zahlreiche Herausforderungen.
Das vergangene Jahr war geprägt von Skandalen und arbeitnehmerInnenfeindlicher Politik wie kaum ein Jahr zuvor. Der 12-Stunden-Tag ist laut einer aktuellen Studie bereits in jedem dritten Unternehmen Realität. Der massive Umbau in der Sozialversicherung, die Schaffung der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) mit zahlenmäßig gleicher Stimmenverteilung zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten, droht für die ArbeitnehmerInnen bittere Konsequenzen zu haben. Einen kleinen Vorgeschmack stellte der kürzlich eingebrachte Vorschlag der Wirtschaftskammer dar, der enorme Verschärfungen beim Krankenstand mit sich gebracht hätte. Unter anderem sollten voraussichtliche Dauer, Ursache und Ausgehzeiten bei der Krankenstandsmeldung angegeben werden. Diesmal konnten diese Schikanen verhindert werden. Zu befürchten ist dennoch, dass es nicht der letzte Versuch der Arbeitgeber sein wird, auf Kosten der Versicherten Geld zu sparen.
 
Papamonat für alle, Karenzanrechnung und keine Abschläge nach 45 Beitragsjahren
Auch wenn den ArbeitnehmerInnen heuer ein rauer Wind entgegenwehte, konnten wir auch Erfolge erzielen. Zuletzt konnten die Gewerkschafter im Parlament Meilensteine wie etwa die gesetzliche Anrechnung der Karenzzeiten und die Einführung eines Papamonats für alle durchsetzen. Ebenso schaffte die PRO-GE im vergangenen Jahr, dass endlich die ungerechten Pensionsabschläge per Gesetz gestrichen werden. Grundsätzlich gilt nun: Wer 45 Jahre gearbeitet hat und vor dem Regelpensionsalter in Pension geht, hat keine Abschläge mehr. Das Paket ist aber noch nicht abgeschlossen, denn es sind noch einige Punkte offen. So wurden bisher alle Gesetzesanträge im Parlament abgelehnt, welche die Neuberechnung der Pensionen für all jene bedeutet hätte, die bereits im Ruhestand sind. Ebenso ist es bisher nicht gelungen, die Anrechnung des Zivil- oder Präsenzdienstes durchzusetzen. Für die Gewerkschaft PRO-GE ist es wichtig, dass diese Schieflage endlich beseitigt wird. Wir werden deshalb nicht lockerlassen und darauf achten, dass das Thema auf der politischen Agenda bleibt. Auch auf kollektivvertraglicher Ebene sind uns einige Erfolge gelungen. Etwa 2.000 Euro Mindestlohn in der Metallindustrie und ab 2021 auch im Metallgewerbe, die Verankerung der Freizeitoption in verschiedenen Kollektivverträgen oder dass wir in einigen weiteren Kollektivverträgen die Auswirkungen des 12-Stunden-Tages etwa durch Zuschläge bei überlanger Arbeitszeit, zusätzliche Pausen etc. abmildern konnten.
 
Wir fordern 1.700 Euro steuerfrei
Wir werden auch 2020 wieder die Ärmel aufkrempeln und weiter entschlossen für mehr Gerechtigkeit kämpfen. Mehr Gerechtigkeit bedeutet auch mehr Steuerentlastung für ArbeitnehmerInnen. Die Lohnsteuer setzt wieder an, die Einnahmen aus der Umsatzsteuer zu überholen. Das sorgt für Leere im Geldbörsel und ist schlecht für Kaufkraft und Wirtschaft. Daher ist es hoch an der Zeit, ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen bares Geld in Form einer Lohnsteuerreform zurückzugeben. Eine Steuerreform in der Höhe von mindestens fünf Milliarden Euro ist aus unserer Sicht dafür notwendig. Zentraler Punkt für die PRO-GE sind 1.700 Euro steuerfrei für alle ArbeitnehmerInnen.
 
Auch wenn Politik das Bohren harter Bretter ist, hat es sich immer schon gelohnt zu kämpfen. Die Erfolge des letzten Jahres zeigen, dass auch in schwierigen Zeiten etwas erreicht werden kann, wenn wir nur geschlossen auftreten. In diesem Sinne: allen Mitgliedern, Funktionärinnen und Funktionären sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2020!

Das könnte Sie auch interessieren

Das bisschen Haushalt...

…erledigen hauptsächlich Frauen. Ein Grund, warum die Einkommen zwischen Männer und Frauen weltweit sehr ungleich verteilt sind.
03.01.2020

Ersteinschätzung des neuen Regierungsprogramms

Fazit: Kaum Verbesserungen für ArbeitnehmerInnen.
30.12.2019

2020 bringt viel Neues

Neues Jahr, neues Glück! Wir haben einige relevante Änderungen für ArbeitnehmerInnen zusammengefasst.
18.12.2019

Verschlechterungen beim Krankenstand abgewehrt

Keine Überprüfung durch Arbeitgeber; Grund und Dauer des Krankenstandes müssen nicht genannt werden
16.12.2019

Geplante Überwachung im Krankenstand ist respektlos

Forderung der Wirtschaft ist erster Vorgeschmack auf die Auswirkungen der SV-„Reform“

Artikel weiterempfehlen

Newsletterauswahl

PRO-GE Newsletter

Geschlecht
Geschlecht:
Name

Mit dem Absenden dieses Formulars stimme ich der Verarbeitung meiner eingegebenen personenbezogenen Daten gemäß den Datenschutzbestimmungen zu.