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Einfach besser mit Betriebsrat

ArbeitnehmerInnen an ihrer Belastungsgrenze, unfaire Arbeitsbedingungen – die Corona-Krise hat viele Verwerfungen in der Arbeitswelt aufgezeigt. In Unternehmen mit Betriebsrat haben die Beschäftigten aber mehr Unterstützung. Der ÖGB will deshalb zu Neugründungen motivieren.
Betriebsratsvorsitzende Beate Berger (3. v. li.) und ihr Team mit PRO-GE Sekretär Heribert Grasser
Die drei neuen Betriebsräte Norbert Pogatscher, Jürgen Frank und Wolfgang Winkler mit Markus Melichar von der PRO-GE und dem ÖGB-Regionalsekretär Andreas Holzer
Betriebsratsvorsitzende Beate Berger (3. v. li.) und ihr Team mit PRO-GE Sekretär Heribert Grasser
Die drei neuen Betriebsräte Norbert Pogatscher, Jürgen Frank und Wolfgang Winkler mit Markus Melichar von der PRO-GE und dem ÖGB-Regionalsekretär Andreas Holzer Die drei neuen Betriebsräte Norbert Pogatscher, Jürgen Frank und Wolfgang Winkler mit Markus Melichar von der PRO-GE und dem ÖGB-Regionalsekretär Andreas Holzer

Aktuell gibt es in Österreich 36.000 aktive BetriebsrätInnen, 60 Prozent der Unternehmen mit über 100 Beschäftigten haben einen Betriebsrat. Die PRO-GE verzeichnet 8.396 BetriebrätInnen und JugendvertrauensrätInnen, die sich Tag für Tag für die Beschäftigten ins Zeug legen. Dennoch gibt es in Österreich zahlreiche Unternehmen ohne Betriebsrat. Mit der neuen Kampagne „Sei du die starke Stimme!“ will der ÖGB gemeinsam mit den Gewerkschaften noch mehr Menschen ermutigen, sich als Betriebsrat/Betriebsrätin zu engagieren.

„Geht net gibt’s net“

Dass Neugründungen von Betriebsräten zu einem besseren Arbeitsklima und zu einem engeren Zusammenhalt in der Belegschaft führen, zeigen auch zwei aktuelle Beispiele aus der PRO-GE. Im Dezember 2020 wurde erstmals ein Betriebsrat bei GPV Austria Cable in Rottenmann gegründet. 120 MitarbeiterInnen, davon 80 ArbeiterInnen, werden jetzt von der Betriebsratsvorsitzenden Beate Berger und ihrem Team bestens vertreten. Auch bei der Firma Alfred Ritter GmbH in Breitenbrunn im Burgenland wurde nach der Firmenübernahme erstmals ein neuer Betriebsrat gewählt. Norbert Pogatscher, dessen Motto „Geht net gibt’s net“ lautet, konnte sich bei sehr hoher Wahlbeteiligung über 100 Prozent Zustimmung freuen.

Nicht länger zuschauen

Damit möglichst viele Menschen dem Beispiel von Berger und Pogatscher folgen, will der ÖGB in den kommenden Wochen durch zahlreiche Aktionen auf die Wichtigkeit von Betriebsratskörperschaften aufmerksam machen. Gerade in der Corona-Krise hat sich gezeigt, dass viele ArbeitnehmerInnen an ihre Belastungsgrenzen gestoßen sind und wie unfair es oftmals im Arbeitsleben zugeht. Viele Menschen wollen nicht mehr länger zuschauen, sie wollen selbst aktiv werden. Genau diese Menschen sollen in den kommenden Monaten angesprochen werden und Unterstützung erhalten, um sich zu engagieren.

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