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KV-Start in der chemischen Industrie

Gewerkschaften übergaben Forderungen für 47.000 Beschäftigte

Am 13. April starteten die Gewerkschaften PRO-GE und GPA die Kollektivvertragsverhandlungen für rund 47.000 Beschäftigte der chemischen Industrie mit der Übergabe des Forderungsprogramms an die Arbeitgeber. Zur chemischen Industrie gehören unter anderem Pharmazeutika, Kunststoff, Grundchemikalien und Chemiefaser aber auch andere Bereiche in der chemischen Produktion. Sie gehört zu den größten und bedeutendsten Industriebranchen in Österreich.

Ein von der Arbeiterkammer erarbeiteter Branchenreport über die chemische Industrie für 2019/20 stellt der Branche, trotz der schwierigen Zeiten, ein durchaus gutes wirtschaftliches Zeugnis aus. Die Erhebung zeigt, dass die chemische Industrie im Vergleich zu anderen Industriezweigen überdurchschnittlich gut durch die Krise gekommen ist.

Gute Voraussetzungen trotz Krise

Die Chemische Industrie blickte vor der Krise auf drei gute wirtschaftliche Jahre und einen Höchststand in der Beschäftigung zurück. Im Krisenjahr hat die Branche - im Vergleich zu anderen Industriezweigen - weniger Kurzarbeit in Anspruch genommen. Selbst der Präsident der Industriellenvereinigung, Georg Knill, hat sich Ende März in einem Radiointerview optimistisch trotz der Herausforderungen durch die Pandemie gezeigt. Vor allem die chemische und pharmazeutische Industrie sei, so Knill im Ö1-Mittagsjournal, letztlich gut durch die Krise gekommen.

Lohn- und Gehaltsforderungen

Bei der diesjährigen Branchenarbeitstagung Chemie der Gewerkschaften PRO-GE und GPA wurde daher ein Forderungsprogramm erarbeitet. Dies inkludiert die Erhöhung der Kollektivvertragslöhne und Kollektivvertragsgehälter unter besonderer Berücksichtigung der niedrigen Einkommen sowie die Erhöhung der Zulagen, Aufwandsentschädigungen und des Lehrlingseinkommens. Das Lehrlingseinkommen der kaufmännischen Lehrlinge soll an das der gewerblichen Lehrlinge angeglichen werden.

Die IST-Löhne und IST-Gehälter sollen unter besonderer Berücksichtigung der niedrigen Einkommen ebenfalls erhöht werden. Dabei soll die freiwillige Umwandlung der IST-Erhöhung in Freizeit geschaffen werden.

Rahmenrecht

Für den rahmenrechtlichen Teil wurden ebenfalls Vorschläge zur Verhandlung eingebracht und sehen folgendermaßen aus:

  • Eine Woche bezahlte Bildungsfreistellung für Prüfungsvorbereitung
  • Frühere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche
  • Inlandstaggeld für alle Auslandsreisen, sofern dieses höher ist
  • Beschäftigung sichern durch mehr Eigenpersonal und weniger Arbeitskräfteüberlassung
  • Regelungen für Homeoffice

Der Branchensekretär der PRO-GE, Franz Stürmer, zeigt sich bezüglich der Gespräche zuversichtlich: „Trotz des Umstands, dass wir das zweite Mal in der Covid-Krise verhandeln, und das den direkten Kontakt erschwert, erwarten wir eine sachliche Diskussion rund um die diesjährigen Lohnverhandlungen.“

Auch Alfred Artmäuer, stellvertretender Bundesvorsitzender und Verhandlungsleiter für die PRO-GE, ist von der Notwendigkeit einer Lohnerhöhung überzeugt: „Die Beschäftigten haben im Krisenjahr gezeigt, dass sie zur Aufrechterhaltung der Produktion bereit waren und haben in vielen Sonderschichten ihre Leistung erbracht. Die Beschäftigten haben sich eine Lohnerhöhung verdient. Gerade in Krisenzeiten stärken höhere Löhne die Kaufkraft, welche die Wirtschaft wieder ankurbelt“.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 29. April statt.

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