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Chef wollte sich Lohn sparen, AK klagt erfolgreich

Ein Installateur meldete sich krank. Der Chef behauptete, der Arbeiter habe gekündigt und meldete ihn bei der Krankenkasse ab.
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Symbolbild Installations- und Gebäudetechniker Bild von Werner Weisser auf Pixabay
Ein Installateur meldete sich krank. Der Chef behauptete, der Arbeiter habe gekündigt. AK Präsidentin Renate Anderl: „Offenbar wollte sich der Chef den Lohn während des Krankenstands sparen. Die AK sorgte für Gerechtigkeit und holte 7.900 Euro für den Arbeiter heraus.“
 
Duran Ü. (30) nimmt seine Arbeit sehr ernst: Als er sich an einem Tag Mitte Jänner 2019 nicht fit fühlte, kam er trotzdem noch vor 7 Uhr früh auf die Baustelle. Aber die Schmerzen wurden zu groß, er musste nach wenigen Stunden aufhören und zum Arzt gehen. Sein Chef wollte aber offenbar während des Krankenstands keinen Lohn zahlen und drängte den Arbeiter, eine einvernehmliche Auflösung des Arbeitsverhältnisses zu vereinbaren.
 
Chef meldete Arbeiter bei Krankenkasse ab
Doch nicht mit Duran Ü.: Er meldete sich ordnungsgemäß mit einer Bestätigung des Arztes krank und, nachdem es ihm wieder bessergegangen war, zurück zum Dienst. Der Chef hatte ihn bei der Krankenkasse abgemeldet, Begründung: Kündigung durch den Dienstnehmer. Das Kündigungsdatum lag sogar noch einen Tag vor der Krankmeldung. Er habe Hausverbot und wenn er auf der Baustelle oder im Betrieb auftauche, würde er bei der Polizei angezeigt. Als der Arbeiter sich trotzdem persönlich arbeitsbereit meldete, wurde er vom Chef hinausgeworfen. Lohn für die Zeit seines Krankenstandes bzw. bis zu einem ordnungsgemäßen Kündigungstermin sah er keinen.
 
Arbeiterkammer klagte erfolgreich
Duran Ü. ging zur Arbeiterkammer. Die klagte den offenen Betrag von knapp 7.900 Euro erfolgreich vor Gericht ein. Die Angaben des Chefs und des Vorgesetzten von Duran Ü. widersprachen sich, während ein Zeuge bestätigen konnte, dass Duran Ü. am Tag nach seiner angeblichen Kündigung noch zur Arbeit erschienen war.

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