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KV Chemische Industrie

4 Arbeiter mit 2 Traktoren, 1 Bagger und 3 Gabelsaplern bei Sonnenaufgang auf dem Werksgelände, Transparente "Wir streiken!" auf den Fahrzeugen montiert
Warnstreik im Chemiepark Linz: Nach dem Scheitern der mittlerweile siebten Verhandlungsrunde werden die Streiks ausgeweitet

Siebente Runde ohne Ergebnis

Streiks werden ab kommender Woche ausgeweitet

Auch die siebente Verhandlungsrunde für die rund 50.000 Beschäftigten der chemischen Industrie wurde am 2. Juni nach 14 Stunden ohne Ergebnis unterbrochen. Daher folgen ab kommender Woche mit Schwerpunkt befristete Streiks im Ausmaß von bis zu acht Stunden in den Betrieben.

Unverschämtes Arbeitgeber-Angebot

„Das neue Angebot der Arbeitergeber liegt bei lediglich 0,5 Prozent plus 300 Euro Einmalzahlung oder 2 Prozent aber erst ab Oktober 2026 bis April 2028. Nach sieben Runden ist das mehr als unverschämt und zeigt die Geringschätzung, die den Beschäftigten entgegengebracht wird. Wie angekündigt, werden daher die Streiks ausgeweitet“, sagt PRO-GE Verhandlungsleiter Hubert Bunderla.

Arbeitgeber für Eskalation verantwortlich

„Die Beschäftigten der chemischen Industrie haben bereits mit Warnstreiks ihrer Forderung nach fairen Lohnerhöhungen Nachdruck verliehen. Jetzt kommt es zu einer weiteren Eskalation des Konfliktes, denn diese Frotzelei der Arbeitgeberseite werden wir nicht unwidersprochen hinnehmen“, unterstreicht Bunderla und betont, dass die Arbeitnehmer:innenseite durchaus Entgegenkommen gezeigt habe, um zu einem für beide Seiten vertretbaren Verhandlungsergebnis zu kommen. Um Bewegung in die Verhandlung zu bringen, ist man von der offiziellen Forderung nach einem Lohn- und Gehaltsplus von 3,5 Prozent abgerückt und hat ihre Forderung auf 3 Prozent reduziert.

Berechtigter Zorn

„Die Beschäftigten spüren in den Betrieben, dass sich die Auftragsbücher wieder füllen und damit der Arbeitsdruck steigt. Trotz allem sollen sie auf ordentliche Erhöhungen der Löhne und Gehälter verzichten, während die Manager in den letzten Jahren kräftig zugelangt haben. Der Zorn der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist daher mehr als berechtigt“, stellt der PRO-GE Verhandlungsleiter klar.

Der Kollektivvertrag sollte bereits seit 1. Mai gelten. Die nächste Verhandlung findet am 11. Juni statt.

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