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KV Papierindustrie

Zwei Teilnehmer mit Schildern Tik Tak" und "Unsere Geduld ist am Abriss"
Betriebsräte bei der Konferenz am 28. April: Die beschlossenen Maßnahmen werden nun konsequent durchgeführt.

Gewerkschaften fordern faires Angebot statt Mogelpackung!

Nach Scheitern der vierten Runde werden Betriebsversammlungen einberufen

In der vierten Verhandlungsrunde für den Kollektivvertrag der rund 7.500 Beschäftigten der Papierindustrie am 30. April kam es erneut zu keiner Einigung. Seitens der Arbeitgeber wurde zwar erstmals ein Angebot vorgelegt. Die Mindestlöhne sollen linear um 1,9 Prozent erhöht werden, die IST-Löhne sollen im Durchschnitt ebenso um 1,9 Prozent steigen. Zusätzlich wird eine Einmalzahlung von 300 Euro geboten. Betriebe mit negativem EBIT soll die Einmalzahlung jedoch nicht umfassen. In diesem Fall soll auch die Erhöhung der IST-Löhne erst sechs Monate später erfolgen.

Gewerkschaften fordern eine ordentliche Erhöhung

Für PRO-GE und GPA ist das nicht akzeptabel: „Das ist kein seriöses Angebot, sondern eine Mogelpackung. Was auf den ersten Blick wie ein Verhandlungsvorschlag aussieht, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als löchriger Fleckerlteppich voller Ausnahmen und Einmal-Effekte“, betont PRO-GE Verhandlungsleiter Wolfgang Cerne, „Die Beschäftigten haben Respekt für ihre Arbeit verdient und das bedeutet ein faires Angebot zur Abgeltung ihrer Leistung.“ 

Nächster Schritt Betriebsversammlungen

Bereits im Vorfeld der Verhandlungen fand eine österreichweite Konferenz der Betriebsrät:innen der Branche statt, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. „Nun lassen wir Worten Taten folgen: Nächste Woche werden wir Betriebsversammlungen in ganz Österreich einberufen, um die Kolleginnen und Kollegen zu informieren. Wir fordern weiterhin eine Abgeltung der Teuerungsrate – und dafür werden wir auch kämpfen“, kündigt Cerne an. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 5. Mai statt. Die relevante Inflationsrate für die Verhandlungen liegt bei 3,35 Prozent.

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