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Arbeitsministerium will Förderung für muttersprachliche Beratung einstellen

Hilf mit, das erfolgreiche ÖGB-Projekt gegen Lohn- und Sozialdumping zu erhalten!

Mit dem Projekt "Muttersprachliche Beratung" betreibt der ÖGB seit 2017 eine Anlaufstelle für Menschen, die Probleme im Job haben und deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Rund 3.500 ArbeitnehmerInnen aus Rumänien, Bulgarien, Ungarn, der Türkei und dem arabischen Raum bekamen bisher kostenlose Beratung ohne sprachliche Barrieren. Das Projekt kann eine Vielzahl von Erfolgsgeschichten aufweisen. So wurde etwa in der Steiermark 14 LandarbeiterInnen geholfen, die von heute auf morgen ohne Bezahlung aus ihren Unterkünften verjagt wurden und unter freiem Himmel übernachten mussten. In Niederösterreich ist ein landwirtschaftlicher Betrieb aufgeflogen, der 23 SaisonarbeiterInnen bei bis zu 70 Arbeitsstunden in der Woche viel zu geringen Lohn bezahlt und Sonderzahlungen zurückgehalten hat. In Graz wurde Bauarbeitern geholfen, die nur als geringfügig beschäftigt angemeldet wurden, aber zehn Stunden täglich arbeiten mussten und dann noch um Teile ihres Lohnes betrogen wurden.

Erfolgreich gegen Lohn- und Sozialdumping

All diese und noch mehr Betrügereien wurden durch die muttersprachliche Beratung aufgedeckt. Den betroffenen ArbeitnehmerInnen wurde so zu ihrem Recht verholfen und ausbeuterische Arbeitgeber konnten zur Verantwortung gezogen werden. Die Erfolgsgeschichte könnte Mitte August jedoch ein jähes Ende finden. Das vom ÖGB konzipierte und betriebene Projekt wird nämlich aus Mitteln des Arbeitsministeriums finanziert und dieses will die Förderung einstellen. „Das wäre ein herber Rückschlag und eine Katastrophe für die KollegInnen, die sich an uns wenden und Hilfe suchen. Viele von ihnen sind illegal beschäftigt, werden gnadenlos ausgebeutet und haben keinen Zugang zu Sozialleistungen. Sie brauchen uns“, sagt Radu Plămădeală, der Beratungen auf Rumänisch und Russisch durchführt.

Wir brauchen deine Hilfe!

Den Schaden hätten nicht nur die direkt Betroffenen. Durch Lohndumping und Sozialbetrug entgehen dem Staat und somit uns allen wichtige Einnahmen, die das soziale Wohlfahrtssystem absichern. Zudem verschaffen sich die schwarzen Schafe unter den Unternehmen unfaire Vorteile im wirtschaftlichen Wettbewerb und gefährden damit gute Arbeitsplätze bei korrekt und ordentlich arbeitenden Firmen.

Hilf daher mit, die muttersprachliche Beratung zu erhalten: Schicke Arbeitsminister Martin Kocher einen Brief mit der Aufforderung, die Finanzierung fort zu führen! Einen Musterbrief findest du am Ende des Artikels als Download. Einen Brief zu verschicken mag mittlerweile ungewöhnlich sein, aber genau das bringt uns die gewünschte Aufmerksamkeit.

Die Adresse:
Bundesministerium für Arbeit
z. Hdn. Arbeitsminister Martin Kocher
Untere Donaustraße 13-15
1020 Wien

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