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Metaller-KV: Gießereiindustrie steht vor Arbeitskampf

2. Verhandlungsrunde ohne Ergebnis abgebrochen - Betriebsversammlungen vor nächster Runde

Gewerkschaften werden Kollektivvertrag verteidigen

Am 31. Oktober wurden die Kollektivvertragsverhandlungen für die Metallindustrie mit der Berufsgruppe der Gießereiindustrie fortgesetzt. Die Verhandlung wurde ohne Ergebnis abgebrochen. Die Arbeitgeber verwehren den rund 8.200 Beschäftigten den Lohn- und Gehaltsabschluss, den die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp bereits mit den anderen Arbeitgeberverbänden - Metalltechnische Industrie, Bergbau-Stahl, Fahrzeugindustrie und Nichteisen-Metallindustrie – vereinbart haben.

„Das ist ein grobes Foul und wir werden das mit allen Mitteln bekämpfen. Es wird keine Metaller zweiter Klasse geben und schon gar nicht werden wir die Aufspaltung des gemeinsamen Kollektivvertrages Metallindustrie zulassen“, sagen die Chefverhandler der Gewerkschaften, Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Dürtscher (GPA-djp).

Die Vorgangsweise ist aus Sicht der Gewerkschaften und BetriebsrätInnen unerhört, zumal die Berufsgruppe Gießereiindustrie auch Teil des Fachverbandes Metalltechnische Industrie (FMTI) ist und jener Abschluss mit einer Lohn- und Gehaltserhöhung von 2,6 bis 2,8 Prozent seit Montagabend feststeht. „Der Metaller-KV ist ein Leitkollektivvertrag in Österreich mit hoher Signalwirkung und hat daher enorme Bedeutung. Jeder Spaltungsversuch wird von den Gewerkschaften mit allen Mitteln bekämpft werden. Wir werden kommende Woche die Beschäftigten informieren und Kampfmaßnahmen beschließen“, sagen Wimmer und Dürtscher.

Die nächste Verhandlung wird am 8. November stattfinden. Sollte es zu keiner Einigung kommen, droht in der Gießereiindustrie ein Arbeitskampf. Die Streikfreigabe des ÖGB wurde bereits vergangene Woche für die gesamte Metallindustrie erteilt. „In allen Betrieben der Gießereiindustrie wird es Betriebsversammlungen geben. Die BetriebsrätInnen und Beschäftigten werden diese Vorgangsweise sicher nicht hinnehmen. Sie sind jetzt schon kampfbereit“, so Wimmer und Dürtscher abschließend.

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