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40.000 Lehrlinge betroffen

12-Stunden-Tag: Lehrlinge werden zu Billigarbeitskräften, Ausbildung bleibt auf der Strecke.

Die Wirtschaft jammert über einen Fachkräftemangel. Die Zahl der Lehrlinge und der ausbildenden Betriebe sinkt Jahr für Jahr. Anstatt die duale Ausbildung weiter zu verbessern und Anreize für Lehrlinge zu setzen, scheint das Ziel der Regierung in Richtung Billigarbeitskräfte zu gehen. "Die Qualität der Lehrausbildung wird durch eine Abschaffung der Lehrlingsvertretung im Betrieb und durch die geplante Einführung des 12-Stunden-Tages massiv verschlechtert", sagt Josef Rehberger, Jugendvorsitzender der Gewerkschaft PRO-GE.

Die Gewerkschaft schätzt, dass rund 40.000 Lehrlinge über 18 Jahre vom 12-Stunden-Tag betroffen sein werden, denn für sie gelten die besonderen Schutzbestimmungen für Jugendliche nicht mehr. Das heißt, sie können auch zu Überstundenleistungen von künftig bis zu 20 Stunden pro Woche herangezogen werden. Zusätzlich wird das Entgelt der Lehrlinge gering sein, da nur der niedrigste Facharbeiterlohn im Betrieb dafür herangezogen werden muss.
 
"Die Ausbildung wird auf der Strecke bleiben und Lehrlinge werden vermehrt als billige Arbeitskräfte eingesetzt", prophezeit Rehberger und fordert gemeinsam mit PRO-GE Bundesvorsitzenden Rainer Wimmer, dass die 12-Stunden-Pläne der Regierung endlich im Mistkübel landen. "ArbeitsmedizinerInnen, ArbeitsrechtsexpertInnen und WissenschafterInnen liefern täglich neue Argumente gegen den 12-Stunden-Tag. Nur die Regierung übt sich in Ignoranz. Wir werden unseren Widerstand gegen dieses Ausbeutergesetz daher noch weiter verstärken", sagt Wimmer abschließend.

 

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