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Europa: Arbeit 4.0 – Starke Kollektivverträge

industriAll Europe: Tarifvertragskonferenz

Am 6. und 7. Dezember 2018 nahmen über 200 Delegierte an der Tarifpolitischen Konferenz „Arbeit 4.0 – Starke Tarifverträge, um die Digitalisierung zu gestalten“ von industriAll Europe in Bratislava, Slowakei teil.

Die GewerkschafterInnen diskutierten über die Rolle von Kollektivvertragsverhandlungen und ArbeitnehmerInnenrechten angesichts der Digitalisierung. Darüber hinaus standen die Entwicklungen in den Kollektivverträgen, vor allem im Niedriglohnsektor, das zunehmende Lohngefälle zwischen Ost- und Westeuropa sowie Arbeitszeit und die Zukunft der Rentensysteme im Fokus der Beratungen.

 

 

Industrie 4.0 und Digitalisierung

Mit Blick auf die Digitalisierung betonte Luc Triangle, Generalsekretär von industriAll Europe: „Es ist wichtig, daran zu erinnern, dass die Folgen der Digitalisierung noch nicht klar sind und wir bereit sind, sie auf gerechte und faire Weise zu gestalten. Es gibt keinen Determinismus hinsichtlich der sozialen Auswirkungen der Digitalisierung. Wir lehnen Veränderungen und neue Technologien nicht ab, aber wir möchten sicherstellen, dass diese auch den Beschäftigten zugutekommen. Niemand darf beim digitalen Übergang zurückgelassen werden. Tarifverhandlungen sind das geeignete Instrument, um die digitale Transformation zu gestalten, denn sie liefern effiziente, schnelle und ausgewogene Lösungen.“

Deregulierungspolitik und Druck auf die Löhne

Manfred Anderle, Vorsitzender des Tarif- und Sozialpolitischen Ausschusses von industriAll Europe und Bundessekretär von PRO-GE (Österreich), kommentierte die Situation nach der Krise: „Die Auswirkungen der lang erwarteten Erholung werden von den Beschäftigten in den meisten europäischen Ländern noch nicht wahrgenommen. Sie leiden weiterhin unter den Folgen der Deregulierungspolitik, die zu einer Zersplitterung der Arbeitsmärkte, Druck auf die Löhne und zum Abbau von Tarifverhandlungsstrukturen geführt hat. Jetzt gilt es vorrangig, die Tarifverhandlungsstrukturen wiederaufzubauen, da Tarifverträge entscheidend sind, um die Kaufkraft wiederherzustellen und gute Arbeitsbedingungen zu schaffen. Wir müssen alle möglichen Kanäle nutzen, um dieses Ziel zu erreichen. Wir müssen die Gewerkschaftsmacht stärken und die nationalen und europäischen Institutionen dazu bringen, ihre Sicht auf Tarifverhandlungen zu ändern.“

Die Konferenz wird eine Reihe wichtiger Dokumente bestätigen: eine Entschließung, die starke Tarifverhandlungen, Unterstützung für nachhaltiges Wachstum und eine gerechte, prosperierende und inklusive Arbeitswelt fordert, ein Positionspapier zur Lohnpolitik in Europa sowie eine Bewertung der Lohnkoordinierungsregel, eine Arbeitszeitcharter und ein Positionspapier zu den Anforderungen an ein modernes Rentensystem.

 

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